Dienstag, 22. April 2008

Die Schatzsucher


DSC00027, ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Ha! Wir haben ein neues Steckenpferd entdeckt: Geocaching! Per Internetseite www.geocaching.com erfährt man, wo überall Schätze versteckt sind. Oft unter Angabe von Koordinaten, die dann mittels GPS gesucht werden. Es geht aber auch spannender. Man erfährt dann nur eine ungefähre Angabe der Postion eines "Schatzes" und muss die genaue Position mittels Rätselfragen selbst herausfinden. Ein Heidenspass! So haben wir am Sonntag unser erstes Cache gefunden.

Ein traditionelles Cache besteht meist aus einem Logbuch, in dem man sich eintragen kann und aus ein paar kleinen Tauschgegenständen. Da nimmt man dann etwas davon mit und legt auch wieder einen eigenen Gegenstand dazu.

Das Ganze macht Spass und so wird aus einer simplen Wanderung plötzlich eine spannende Schatzsuche.

Nur einen Wunsch habe ich an die Geocacher...wirklich sinnvoll ist das Ganze nur zu Fuss oder mit dem Bike. Wer jetzt einfach mit dem Auto in den Wäldern rumkurvt um möglichst schnell "Schätze" zu sammeln hat wohl den Sinn nicht ganz verstanden und handelt erst noch sehr unökologisch.

Einen Versuch ist das Ganze allemal wert! Probiert es mal aus. Sobald das Wetter wieder einigermassen trocken ist, werden wir unseren ersten eigenen Schatz verstecken.

Auf der Webseite tragen die Finder ihren Fund dann ebenfalls in ein Logfile ein. Bin ja mal gespannt, wer dann meinen "Schatz" als erster findet! =)

In dem Sinne - Schnallt die Wanderschuhe an die Füsse und raus in die Natur! So macht geocachen Spass und hält erst noch Fit!

Freitag, 18. April 2008

Schock zum Frühstück



Heute morgen beim Zähneputzen traf mich fast der Schlag, als die Moderatorin von DRS3 doch frisch von der Leber weg behauptete, das eventuell gentechnisch veränderte Nahrungsmittel das aktuelle Hungerproblem lösen könnte und die explodierenden Nahrungsmittelpreise günstig beeinflussen könnte. Diese These wurde dann auch prompt von einer symphatisch klingenden Dame aus der Industrie bestätigt.

Es ist schon unglaublich, wie skrupellos die Wirtschaft heute Katastrophen nutzt um noch mehr Gewinne zu erzielen. Dabei weiss doch heute jedes Kind, dass gentechnisch verändertes Saatgut nur dazu dient, Bauern finanziell abhängig zu machen und um entsprechende Düngemittel, Pestizide und Herbizide verkaufen zu können.

Man informiere sich per Google selbst über den Irrwitz der Firma Monsanto! Gentechnisch veränderte Lebensmittel verschlechtern die Lebensbedingungen der Landwirte, machen diese von der Wirtschaft abhängig und verteuern langfristig gesehen die Lebensmittel sogar.

Als kleines Beispiel soll die stark verkürzt erzählte Geschichte zum Thema Weizen und Stinkbrand dienen. Die Wissenschaft hat mit Gentech unter grossem Aufwand mit Hilfe von vielen Geldern eine Weizenart gezüchtet, die eine 20% bessere Resistenz gegen den Erreger des Stinkbrandes (eine Pilzinfektion) gezüchtet. Diese soll für teueres Geld an die Bauern in der dritten Welt verkauft werden.

Hingegen ist ebenso bekannt, dass es eine natürlich gezüchtete Weizenart gibt, die vor allem im Bioanbau genutzt wird, die zu 100% Stinkbrand resistent ist. Nun versuchen die grossen Konzerne diese resistente Weizenart zu patentieren um zu verhindern, dass die armen Bauern in der dritten Welt eine günstige und bessere Alternative nutzen können.

Also wer nun behauptet, Gentechnologie löse das Hungerproblem und dämme die Kostenexplosion bei den Grundnahrungsmittel ein...sollte sich erst die Mühe machen und ein bisschen recherchieren!

Nutzt keine Biokraftstoffe, baut euch ein Minergiehaus und esst weniger Fleisch. So kann jeder aktiv mithelfen den Hunger zu bekämpfen und beugt Spekulationen mit Mais, Weizen und anderen Grundnahrungsmittel vor!

In diesem Sinne - Hirn on!

Donnerstag, 10. April 2008

Solidarität mit Bundesrätin Eveline Widmer - Schlumpf

Die Schweizerische Volkspartei SVP schiesst aus allen Rohren auf alles was nicht Blochers Gnaden entspricht. So auch auf die demokratisch gewählte Bundesrätin Eveline Widmer - Schlumpf.

Weil sie nicht die Wunschkandidatin der Parteispitze als Bundesrätin war, wird sie von der eigenen Partei nun gemoppt, diffamiert, fälschlicherweise als Lügnerin hingestellt und muss sogar mit Drohungen gegen Leib und Leben klar kommen.

Zustände von denen wir dachten, sie seien seit dem zweiten Weltkrieg vorbei.

Falsch gedacht!

Nun wehrt sich das Schweizer Volk. Es hat keine Lust mehr, sich von der SVP immer als Rechtfertigung missbrauchen zu lassen.

Das Volk hat seine eigene Stimme und lässt sich weder von Blocher, Mörgeli, Maurer oder anderen Brandstiftern sagen, was es zu denken hat.

Liebe Herren: Wir denken gerne selbst!

Und jeder der gerne selber denkt und das Verhalten der SVP satt hat, solidarisiert sich mit Frau Bundesrätin Eveline Widmer - Schlumpf.

Bereits 74576 (Stand 10.04.08 / 12h05) Personen haben eine entsprechende Protestnote verschickt.

Mach mit und zeig, dass Du auf eine faire, offene, ehrliche, transparente und kooperative Politkultur stehst:

Hier Stimme abgeben!

In diesem Sinne - Schluss mit dem SVP Blödsinn! Politiker zurück an die Arbeit: Hopp Hopp!

Dienstag, 8. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Letzter Teil

Eine Schlittelfahrt, ein verspäteter Preiszuschlag und eine Wellnessoverdose sollte uns an diesem Samstag erwarten. Doch zuvor genossen wir einmal mehr ein göttliches Frühstück, dank anderem Tisch ungestört und ohne Depressionsgefahr.

Danach zog es uns an die frische Luft! Wir wollten Schlitteln! Flugs zum Concierge und gefragt wo man denn einen Schlitten mieten könne. Dieser lächelte triumphierend, rief José zu uns, welcher uns gleich zum hoteleigenen Schlittel-Pool führte. Wir lasen uns zwei klassische Davoser-Schlitten aus und wollten sogleich zum Tschuggen Coaster. Josés Lächeln ermattete. Er erklärte uns, dass sie ein technisches Problem mit dem Transportsystem hätten und dieser vermutlich erst am späteren Nachmittag wieder funktionieren würde. Aber, und schon strahlte er wieder, er würde uns gleich mit dem Hotelbus zur Talstation des Sesselliftes führen! Mit dem kämen wir auch zur Tschuggenhütte, von wo aus es wieder auf dem hoteleigenen Schlittelweg zurück gehen sollte.

Die Sessellift-Fahrt war recht kurz und oben angekommen, fuhren wir los. Die Fahrt nach unten ging noch viel schneller. Wir beschlossen, nochmals hoch zu gehen. Diesmal aber zu Fuss. Das war ein Fehler. Denn beim Laufen in der dicken Winterjacke schwitze ich mich ziemlich nass. Und damit holte ich mir wohl die Lungenentzündung, die mich jetzt gerade ans Bett fesselt...sozusagen ein verspäteter Preiszuschlag ;-)

Aber back to the Storyline. Nach der zweiten Schlittenfahrt gingen wir, wegen der nassgeschwitzen Klamotten zurück ins Hotel. Denn um 16 Uhr hatten wir sowiesso ein "Privat Affair" Ticket im Wellness-Tempel.

Leute, ich sags Euch - die spinnen die Reichen! Reicht eine 5000m2 grosse Wellnesszone nicht? Auf zwei Stockwerken mit Wasserwelt und Saunabereich? Nun gab es dass auch noch in etwas kleinerer Form zum buchen für zwei! Mit Whirlpool unterm Glasdach, mit Dampfbad, Sauna, Dusche, Minibar, Früchten, Luxuriösen Liegebetten...

Uns war sehr bald klar, wofür diese Lounges wohl gedacht waren und fragten uns, wieviel DNA wohl in dem Sprudelbad schwimmen würde? Nun denn. Aus drei gebuchten Stunden wurden 2einhalb. Denn irgendwann hatten wir plötzlich den Luxusoverflow! Tom stellte die alles entscheidende Frage: Wieviel Energie verbraucht wohl so ein Wellnessbereich eines Hotels? Mit so vielen Saunen und Dampfbädern und Pools und und und? Uns war plötzlich mulmig zu mute und wir dachten an unseren ökologischen Fussabdruck... Nichts wie raus hier!

Im Zimmer duschten wir dann und hüpften in unsere nigelnagelneuen massgeschneiderten Anzüge. Denn heute Abend war dinieren im Gourmet Restaurant La Vetta angesagt. OMG ich schwöre Euch, wenn es einen Grund gibt Reich zu werden, dann sind es die kulinarischen Kreationen und die schlichtweg genialen Weine, die man sich dann leisten kann.

Stefano, der italienische Chef de Service - ein geiler freundlicher Kerl mit Glatze und Kinnbart, der in seinem dunklen Anzug zum vernaschen animierte - verwöhnte uns nach Strich und Faden und seine Weinvorschläge waren superbe. Noch jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen wenn ich daran zurückdenke!

Danach genossen wir noch einmal ein paar Schlummerdrinks an der Bar. Zum Rauchen ging man nach draussen, wo man wie wir zufällig Promis wie Hans-Peter Ulli traf. Er erklärte uns, dass hier am Montag die Dreharbeiten für einen neuen Schweizer Film "Champions" beginnen würden.

Oder man ging zum Rauchen in die Bibliothek, wohin der Barkeeper selbstverständlich folgte und die Drinks auch dort servierte.

Dort sahen wir immer diesen russischen Oligarchen mit seinen 3 Blondinen im Arm. Wir machten uns einen Spass daraus herauszufinden, was an den 3 Frauen noch echt war. Soviel kann ich euch verraten: Viel wars nicht!

Und so sanken wir auch an diesem Abend ermattet, leicht angeschwippst und todmüde ins Bett!

Morgen wird alles vorbei sein! Wir schauten uns an und waren uns einig: Es war ein spannendes und zuweilen auch sehr angenehmes Erlebnis. Aber die Welt der Reichen macht uns auch nachdenklich! Was machte zum Beispiel der Weinfleck auf dem Teppich im Speisesaal? Oder das Loch im Polster eines Barsessels? Durfte es so etwas hier überhaupt geben? Wieviel Co2 haben wir wohl produziert und wieviele Ressourcen nur für Luxus verpufft? Macht Botox dumm? Oder macht Geld blind?

Wir fanden das Tschuggen Grand Hotel darum toll, weil die Leistung der Angestellten überdurchschnittlich war! Der freundliche Service war so angenehm unaufdringlich und trotzdem perfekt. Aber alles Andere? Der ganze Prunk? Die ganze Energieverschwendung?

"Nächstes Mal, verzichten wir auf einen Stern!". Mein Schatz nickte und wie immer, verstanden wir uns wortlos!

Am nächsten Morgen trafen wir dann sozusagen als kleines Abschiedsgeschenk Marco Rima zum Frühstück. Naja, also wir trafen ihn an, beim Frühstück... =)

Und dann? Na dann freuten wir uns darauf, wieder nach Hause zu fahren. Zu Moya und Lilou und zurück in die "normale" Welt.

Sonntag, 6. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Teil 3

Bild von der Carmennahütte von www.carmennahuette.ch

Nachdem wir leicht beduselt die Bar verliessen, empfing uns ein äusserst bequemes Bett und ein erhohlsamer Schlaf.

Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen sanft. Nachdem wir uns geduscht und angezogen hatten, gings zum ersten Frühstück in den Grande Salle. Schon am Eingang wurden wir mit einem freundlichen "Guten Morgen" begrüsst und sofort an unseren Tisch geführt. Wir bestellten Rührei, ich mit Schinken, Tom mit Speck und einen Cappuccino dazu. Danach gings ans Buffet. Dutzende Müeslisorten, verschiedenste, gluschtige Brot-, Brötchen und Croissant-Sorten warteten darauf, verspiesen zu werden. Früchte, Yoghurts, Nüsse, Dörrfrüchte, Champagner und viele andere Leckereien lockten einem in den neuen Tag!

Als wir schwer beladen vom Frühstücksbuffet zurückkamen, war der Tisch neben uns, der vorher noch leer war, besetzt.

Da sass nun eine Familie aus Deutschland. Der Vater sah etwa so aus, wie ich mir die Kreuzung eines Physikers und eines Bankers vorstellte. Schon zum Frühstück im Anzug. Ebenso sein etwa 13 jähriger Sohn. Auch dieser in grauer Flanellhose, gestreiftem Hemd und Veston. Ganz anders die Mutter. Die Haare schwarz gefärbt und zu einem "Coupe Wirbelsturm" geformt, im Londsdale Top Tank und zu engen Jeans. Das zweite Kind, vermutlich eine Tochter, im pupertären Gothic-Look und entsprechend verweigerndem Blick. Während die vermutliche Tochter (das Aussehen liess keinen sicheren Schluss auf das Geschlecht zu) sich um freie Zeit fürs Lernen einsetzte, meldete sich plötzlich der Sohn mit weinerlicher Stimme, die sich stimmbruchtypisch weder für eine hohe oder tiefe Lage entscheiden konnte und meinte: "oh mama, es ist so hell heute. Viel zu hell für mich!" - "das Wetter ist so schön, ich werde heute nicht rausgehen. Es hat sicher viel zu viele Leute auf der Piste". Wohlgemerkt, die Hauptsaison war abgeschlossen und da es Freitag war, musste nicht mit vielen Weekend-Skifahrern gerechnet werden. Wir hörten dem weinerlichen Kind noch eine Weile mit Kopfschütteln zu und fanden auch spannend, das sich der Vater mit keinem einzigen Wort am gesamten morgendlichen Gespräch der Familile beteiligte. Ihn interessierte nur der Finanzteil der Frankfurter Allgemeine.

Wir lösten uns von dem Trauerspiel und machten uns auf, den heutigen Tag in Angriff zu nehmen.

Mit dem Tschuggen Coaster gings hoch zur Tschuggenhütte und von dort aus etwa 1 Stunde zu Fuss weiter zur Carmenna Hütte. Die Sonne lachte, der Schnee glitzerte und wir fühlten uns fast wie im Paradies!

Nach der Rückkehr ins Hotel genossen wir zum ersten mal die Wellnesszone des Hotels. Der perfekte Ort um die Seele baumeln zu lassen.

Und hier begegnete uns die Familie vom Frühstück wieder. Als wir den weinerlichen Sohnemann im Nacktbereich der Sauna wieder sahen, traf uns fast der Schlag. Unter seinem Bademantel trug er ein beigefarbenes Poloshirt (das ihm gar nicht vorteilhaft stand und ihn leicht bläulich wirken liess) und eine knöchellange Hose.

Fluchtartig verliessen wir den Saunabereich und machten uns fürs Abendessen fertig.

Wieder durften wir königlich speisen und schlossen den Abend in der Bar gebührend ab. Während dem Tom ein Flying Kangaroo und ich einen May Tay genoss, sinierten wir über Sinn und Unsinn von Luxus und kamen nicht umhin (wofür ich mich echt etwas schäme) zu bemerken, dass es sich so schon ganz gut leben liesse. Und wir liessen unsere Gedanken schweifen und freuten uns auf morgen.

Was uns wohl morgen zum Frühstück erwartet? Und was eine privat Spa-Lounge ist und warum Luxus eben doch ein fragwürdiges Gut ist, das erfährt der Leser in Teil 4!

In diesem Sinne - stay tuned!

Mittwoch, 2. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Teil 2

Teil 2: Die Anreise

Am Donnerstag nach Ostern gings los. Um 12 Uhr fuhren wir los. Erstmal nach Zürich um bei Sunita Suits unsere massgeschneiderten (und erstaunlich günstigen) Anzüge abzuholen. Dann weiter Richtung Arosa. Auf der Autobahnraststätte Heidiland dann schon das erste Erlebnis: Ein fast Zusammenstoss mit Kuno Lauener (Sänger der Schweizer Band "Züri West"). Bis ich erkannt hatte, wem ich da begenet war, war er schon weg! "Weisst Du wer das war?" fragte ich Tom. Aber der nickte bloss cool =)

Dann weiter Richtung Chur. Plötzlich werden wir von einem Krankenwagen überholt. In höllischem Tempo raste er an uns vorbei. "Krankenwagenfahrer muss schon auch noch ein geiler Job sein", meinte ich "da kann man immer volle Pulle rumheizen". Aber Tom schüttelte den Kopf und meinte, dass das wohl eher ziemlich gefährlich sei.

Ein paar Kilometer weiter überholten wir den Krankenwagen wieder. Nach einem heftigen Landschaden lag er wie ein totes Tier am Strassenrand. Wir sahen, dass schon vier Autos angehalten hatten und Hilfe da war. Also fuhren wir weiter. Aber uns war komisch zumute....vorallem mir, dem kleinen Möchtegern Regazzoni.

Aber dann: Ankunft in Arosa. Wir fuhren gleich vor den Eingang und kaum angekommen wurde mir auch schon der Autoschlüssel freundlich lächelnd abgenommen. Der junge Portier parkierte dann mein Gefährt, während zwei andere das Gepäck auf einen dieser typischen Hotel-Gepäcktransporter verluden. Der Concierge zeigt uns das Hotel und führte uns dann ins (überraschend upgegradete) Zimmer. Einer Junior-Suite mit Südsicht. Wow! Wirklich schön!

Kurz nachdem uns das Gepäck auf das Zimmer gebracht wurde, klopfte es erneut und eine nette Dame stand mit den Welcome-Drinks vor der Tür. Mit den beiden Cüpli stiessen wir dann gebührend an.

Abends gings vor dem Essen erstmal in die Bar zu einem Aperitif und danach in den Grande Salle (Vestonpflicht für Herren!) wo uns die Wünsche von den Augen gelesen wurden und wir herrliche kulinarische Leckerbissen geniessen durften. Dazu köstlichste Rebensäfte und Bündner Wasser.

Nach dem Essen gings zurück in die Bar wo noch ein, zwei Drinks genossen wurden. Ziemlich beschwippst gings dann ins Bett.

Aber schon am nächsten Morgen erhielt die fast perfekte Luxus-Seifenblase erste Dellen. Denn was da beim Frühstück am Nachbarstisch abging, war für uns haarsträubend, denn... aber dazu in Teil 3:

Die wundersame Welt der Reichen und Schönen Mächtigen

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Teil 1


Ich hab's Euch angedroht. Ich werde Euch von unserem Ausflug in eine andere Welt erzählen.

Teil 1: Vorbereitung

Angefangen hat alles an meinem vierzigsten Geburtstag. Gemütliche Stimmung herrschte bei uns zu Hause. Es waren einige meiner Liebsten um mich und nur einer fehlte: Mein Herzkäfer Tom. Er war just an diesem Tag an einem Seminar, dass er nicht verschieben konnte. Mitten in die lustige Runde klingelte Abends mein Handy. Der Name auf dem Display liess mich lächeln: es war Tom. Nach Begrüssung und Gratulation schickte er mich in den Keller, wo ich die Schublade einer Komode öffnen und ein darin verstecktes Couvert finden sollte.

Mit dem Fund in der einen und dem Handy in der anderen Hand ging ich dann zurück zu meinem Gästen und öffnete den Umschlag. Ich verschluckte mich fast! Es war ein Gutschein für drei Nächte im Doppelzimmer de Luxe im Grand Hotel Tschuggen in Arosa. Mit Halbpension, Dine around und Wellness-Lounge für 3 Stunden in der Spa-Lounge! Mehr dazu später!

In der Bestätigung der Reservation hiess es dann so schön: "Mit ihrer eleganten Erscheinung tragen Sie zur Ambiance des Hotels bei." Und im Speisesaal gab es eine Veston-Pflicht für die Herren.

Veston? Ob da das über 10 Jährige Teil, bereits an 4 Hochzeiten und 5 Messen getragen, noch tauglich ist? Auf die Anprobe folgte die Ernüchterung und der Entschluss: Es muss was Neues her!

Plötzlich erinnerten wir uns an einen Fernsehbericht von einer Thailänderin, die in Zürich massgeschneiderte Anzüge verkauft, welche von Ihrer Familie in Thailand hergestellt werden. Flugs machten wir einen Termin, fuhren hin und liessen uns vermessen, suchten Stoff aus und besprachen den Schnitt.

4 Wochen später gings erneut nach Zürich zu Sunita Suits zur Anprobe. Es waren noch ein paar Korrekturen nötig. Aber pünktlich an unserem Anreisetag nach Arosa waren die Anzüge abholbereit und Zürich lag sowieso auf unserem Weg.

Die Reise nach Arosa entpuppte sich dann bereits als Abenteuer...aber dazu mehr im zweiten Teil: Die Anreise

In diesem Sinne - Stay tuned!