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Mittwoch, 3. Dezember 2008

Schwuler als Weihnachten!



Amazing Grace!

Einerseits ja total faszinierend, was sich einige Leute da einfallen lassen. Unnötig zu erwähnen, dass es sich dabei um eine X-Mas Deko aus den USA handelt. Hierzulande würde man sich nur verächtliches Kopfschütteln und einen Sack voll Anzeigen wegen Ruhestörung und Erregung öffentlichen Ärgernisses einhandeln. Oder gar standrechtlich erschossen. In den USA aber, ist man mit so einer Weihnachts-Deko schlicht der Held.

Ich gebe zu, das ist nun wirklich gar nichts für mich, nie und nimmer würde ich sowas an und um mein Haus installieren. Aber ganz ehrlich? Faszinierend finde ich es trotzdem. Rein technisch gesehen der Hammer! Da liegen Kitsch und Kunst mal wieder hautnah beieinander!

Hier gibts noch mehr davon!

Winter Wonderland:


Carol of the Bells:


Music Box Dancer:


Angels we have heard:


Na denn, schöne Adventszeit Euch allen!

Montag, 24. November 2008

Every Sperm is sacred



Die Monty Pythons haben endgültig die Nase voll davon, dass ilegale Kopien ihrer besten Gags, Songs und Videos bei YouTube gepostet werden. Nun haben sie Ihren eigenen Channel eingerichtet. Ab sofort gibts dort ausgesuchte Humorkost der britischen Sorte, in guter Auflösung, zu geniessen.

Mein Alltime-Favorite der Pythons ist dabei der Song "Every Sperm is sacred". Die Dramaturgie, der Song, der Aufbau vom kleinen Liedchen "in der guten Stube" zur ausgewachsenen Musikrevueszene gefällt mir heute noch so gut, wie beim ersten Mal!



Weitere Glanzstücke sind Szenen wie "Biggus Dickus" was in der deutschen Synchronfassung mit Schwanzus Longus übersetzt wurde:



Der Lumberjack Song



Der Penis Song



Oder die Silly Olympics



Wer der Englischen Sprache mächtig ist und auf äusserst schrägen, britischen Humor steht, kommt hier sicher auf seine Kosten!invisible hit counter

Freitag, 24. Oktober 2008

Why women stay single

Kaum hatte ich den Beitrag von Chnübli gelesen, in dem sie sich darüber beklagt, dass Männer heute mit Komplimenten, Frauen gegenüber sehr sparsam seien, hat mich dieses Video per Mail erreicht.

Nun, meine lieben weiblichen Blogleserinnen, erlaube ich mir die Frage, warum sind Euch diese Komplimente so wichtig? Ihr wisst doch selbst dass Ihr das stärkere, schönere und elegantere Geschlecht seid! Und liebe männlichen Leser, bevor Ihr euch jetzt entrüstet, schaut euch das Video an.



Tja, jetzt wisst ihr, warum so viele Frauen lieber Singles bleiben =)

Schönes Weekend Euch allen! invisible hit counter

Mittwoch, 3. September 2008

Schwule Kondomterroristen bedrohen Papst



Wie heute auf news.ch zu lesen war, befürchtet die Französische Regierung, dass der Papst bei seinem geplanten Besuch in Frankreich, Opfer eines Terroranschlages wird. Die schlimmste Befürchtung sei, dass er von schwulen Aktivisten wie der Gruppe Act Up mit Kondomen beworfen werden könnte. Aus diesem Grund werden diese Gruppen massiv überwacht und während dem Besuch werden Scharfschützen postiert.

Um was zu tun? Um auf Gummitüten werfende Menschen zu schiessen???

Die Welt dreht sich irgendwie schon völlig verkehrt! Da werden also übelste Bad Guys, wie der Papst (auf dessen Konto 10'000de Aidstote in Afrika und auf der ganzen Welt gehen) mit Scharfschützen beschützt, während Aktivisten die Leben retten, aufklären und zu Safer Sex aufrufen, mit Waffengewalt und Bespitzelung bedroht werden!

Und so was sind dann christliche Werte, die hier verteidigt werden? Na Danke! Einmal mehr muss ich die Frage an alle kirchentreuen Katholiken stellen: Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

Als Vernunftorientierter Mensch des 21. Jahrhundert kann ich nur händezusammenschlagend gen Himmel rufen:

Herr wirf Hirn herunter!

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Dienstag, 2. September 2008

Lustkiller aus dem Kinderzimmer



Heute Morgen, noch recht verschlafen, stand ich im kleinen Supermarkt an der Kasse um mein Frühstück zu bezahlen. Vor mir in der Reihe ein netter, knuspriger Kerl so um die 25. Sein Style irgendwo zwischen Homie und Skater. Seine auf Baggy gehissten Jeans enthüllten um die Hüften eine schreckliche Boxershorts mit Cartoon Print, was den Leckerheitsfaktor des jungen Mitbürgers gleich auf Unternull schnellen liess.

Während Homies und Skaters bei den Girls auf more than sexy Unterwäsche stehen und die Chicks nicht knackig genug sein können, lässt ihr eigener Stil, vorallem bei dem Darunter, oft zu wünschen übrig.

Ihr lieben Heti-Macker über 16, lasst euch von einem Experten für Männererotik sagen, dass U-Wäsche mit Cartoonprints ein absolutes NO-GO sind! Welches Girl oder welcher Kerl will beim Auspacken eures besten Stückes schon das Gefühl haben, an einem Kindergeburtstag für 5-Jährige zu sein?! Cartoons gehören auf's Papier, aber nicht an den Arsch!

Also wenn schon Sagging und Baggy, dann bitte mit Stil! Uni, gestreift, Karos oder meliert alles OK! Aber Comics gehören ins Kinderzimmer oder als Lesestoff auf's Klo! Alles andere ist eine Beleidigung für die Augen Eurer stilerprobten Mitmenschen!

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Dienstag, 19. August 2008

Schwuler James Bond und lesbische Miss Moneypenny?



Wie am Sonntag bei ntv.de nachzulesen war stellt der MI5 neuerdings auch schwule und lesbische Personen ein. Dafür arbeitet der MI5 mit der Schwulen- und Lesbenorganisation "Stonewall" aktiv zusammen.

"Im neuesten Stonewall-Jahrbuch der schwulen- und lesbenfreundlichen Arbeitgeber wird den Angaben zufolge erstmals auch der MI5 aufgelistet. "Ich bin optimistisch, dass sich der Dienst in zehn bis 15 Jahren so gewandelt hat, dass seine Einstellungskriterien völlig jenen im Rest des modernen Großbritannien entsprechen", sagte Stonewall-Direktor Ben Summerskill."

Eigentlich sollten mich diese News ja freuen. Andererseits finde ich es aber ganz generell bedenklich, dass die sexuelle Orientierung überhaupt ein Kriterium für eine Stellenbesetzung ist.

"In den 50er Jahren hatte die Aufdeckung eines MI5-Spionagerings in der Universität Cambridge, der von zwei Homosexuellen geführt wurde, einen Skandal ausgelöst. Seitdem war es britischen Behörden bis Anfang der 90er Jahre verboten, Schwule oder Lesben in wichtigen Positionen zu beschäftigen, weil sie als erpressbar galten."

Wie es scheint, werden eben Schwule und Lesben noch immer gerne als "Prügelknaben" missbraucht. Denn schliesslich war es ja der MI5 der damals diesen Spionagering betrieben hat. Aber irgendwer muss ja dann immer den Kopf hinhalten.

Das Schwule und Lesben als erpressbar gelten, kann ich in der heutigen Zeit nicht mehr nachvollziehen! Wer dazu steht und offen lebt, ist auch nicht erpressbar.

Ihr lieben Heti-Blogleser, stellt Euch mal vor, dass Ihr einen Job nicht kriegen würdet, nur weil ihr zu Hause im Schlafzimmer darauf steht, dass Eure Partner rote Dessous tragen, weil dies als abnorm gelten könnte und ihr somit erpressbar seid. Irgendwie doch völlig hanebüchern, oder?

Oder stellt Euch vor, dass Ihr einer Partei nicht beitreten dürft, weil ihr schwarze Haare oder braune Augen habt... irgendwie erinnert mich dass alles an eine Zeit, die doch schon ungefähr seit 60 Jahren vorbei sein sollte und wo man noch blond und blauäugig sein musste um nicht vergast zu werden.

Für mich ist die Welt erst in Ordnung, wenn es gar keine Rolle spielt, ob jemand schwul, heti, transsexuell oder sonst was ist, solange es legal ist. Klar, ich persönlich finde ja pädosexuelle Priester auch nicht gerade ideal besetzt (mal salopp ausgedrückt!)... aber ob der Bankdirektor Müller auf Transen steht, mein Schreiner gerne mit seiner Frau Gummiwindelspiele treibt oder meine Lebensmittelverkäuferin auf Frauen steht, ist mir so lang wie breit! Hauptsache, man/frau macht seinen Job gut! Darauf sollte man doch achten!

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Montag, 28. Juli 2008

Die Homosexualisierung der Gesellschaft

Ein Posting im Sauglattismus Blog hat bei mir heute einen akuten Lachkrampf ausgelöst.

Im Moment erhitzt eine Ausgabe des Magazins, die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts», etliche Blog- und Leserbriefschreiber in der Schweiz. Gestern bin ich zum Thema auch auf den Beitrag von Peter Thommen in seinem Blog "Thommens Senf" schon über das Thema gestolpert.

Nun dieser Leserbrief brachte mich zum Lachen! Obwohl es mir eigentlich Angst machen sollte. Denn die alten Schwulenhasser sind alarmiert und bald könnte sich die Homofreundliche Stimmung auch wieder ins Gegenteil umkehren. In der Sprache unserer Jugend ist das ja bereits sichtbar.

Dennoch. Es ist schon lächerlich was hier passiert. Denn nicht wir Homos sind es, die den Heteros unseren Lebenstil, unsere Emphatie, unser Verständnis für die weibliche Seite und unseren Style überstülpen. Nein - es läuft genau umgekehrt.

Ich persönlich finde es ja absolut lächerlich, dass die heutigen Jugendlichen tuntiger rumlaufen, als ich mich je auf die Strasse trauen würde. Da wird um die Wette geglitzert und Augenbrauen gezupft dass es nicht mehr schön ist! Und öffnet in Zürich wieder mal ein neuer, hipper Schwulenclub geht es ein paar Wochen und die pseudocoolen Heteros haben ihn bereits in Beschlag genommen.

Schon immer hörte ich von Hetero-Kumpels Aussagen wie: Ihr Schwulen habt es schön! Immer poppen wenn ihr Lust habt, keine Kids, immer genug Geld in der Tasche und Style habt Ihr auch.

Sind es denn nun wirklich die Homos die den Heteros einen überbraten, oder sind es vielleicht die Heteros die auf Teufel komm raus, die Homos kopieren wollen?

Und nun, als Gipfel der verkehrten Welt, fühlt sich der arme Leserbriefschreiber von der Homosexualisierung der Gesellschaft bedroht und möchte partout nicht schwul(er) werden!

Ihr lieben Heteros: Keine Schwester bedroht Euch, kein Schwuler möchte, dass Ihr seinen Style kopiert und dass Ihr Euch wie Tunten kleidet! Also, warum tut ihr es dann???

Zum Magazin selber gibt Peter seinen Senf dazu und meint:

Die Formulierung “wir sind alle schwul” hat bemerkenswerterweise kein Ausrufezeichen. Sie steht einfach da - soll provozieren. Auch kein “ernsthaftes” Fragezeichen, welches auf eine Diskussion schliessen lassen könnte.

Der Untertitel ist süffig: “Die unaufhaltsame Homosexualisierung unserer Gesellschaft”. Provoziert auch, aber verortet schon die vermuteten Täter an den richtigen Ort: Wer könnte denn die Heteros “homosexualisieren”? Natürlich die Homos. Die Front, die oben sprachlich eingeebnet wurde, wird mit dem Untertitel gleich wieder eröffnet. Wenn aber “wir alle schwul” wären, würde die Gesellschaft nicht “homosexualisiert”, sondern “entheterosexualisiert”, was einer Ent-Tabuisierung eher entsprechen würde und was viel mehr Raum eröffnen würde.
Durch die verwendete Formulierung wird aber “die Gefahr einer Homosexualisierung” heraufbeschworen, und alle Heteros tragen dafür keine Verantwortung. Sie werden quasi “missbraucht”.

In diesem Sinne - Lange Zeit fühlten wir uns von den Heteros bedroht und nun ist's scheinbar umgekehrt? Wie viel Wasser muss noch den Rhein hinunter fliessen, bis wir einfach ein friedliches Miteinander schaffen?

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Sonntag, 27. Juli 2008

Tom und Stoeps auf der Jagd nach Dr. X

Die Situation war angespannt und doch seltsam locker. In dem Wohnzimmer der Altbauwohnung, die derjenigen einer Kollegin glich, welche sie vor Jahren an der Weissensteinstrasse in Bern gemietet hatte, sassen 4 uns fremde Kerle im Wohnzimmer gegenüber und beäugten uns misstrauisch.

Wir, so kam es mir in meinem Traum vor, waren deren Gefangene. Wir waren nicht gefesselt, sassen auf einem zerschlissenen Sofa und 4 Augenpaare beobachteten jede Bewegung von uns. Uns war unwohl und doch war ich weit davon entfernt diese Situation einfach zu akzeptieren. Ich wollte hir raus!

Ich musste aufs Klo und das wurde mir auch gewährt. In dem kleinen Badezimmer gab es ein kleines Fenster, dass ich auch problemlos öffnen konnte und ein Blick ins Freie zeigte mir dass es ein leichtes wäre, hier auszusteigen und über ein angrenzendes Flachdach zu flüchten.

Aus dem Wohnzimmer hörte ich plötzlich den Fernseher dröhnen. Es schien ein Fussballspiel zu laufen und so öffnete ich die Badezimmertür einen kleinen Spalt um einen Blick in das Zimmer zu risikieren. Tom sass alleine auf dem alten 2er Sofa und die anderen 4 Entführer waren ganz auf das Spiel im Fernsehen konzentriert. Als Tom mich bemerkte, signalisierte ich ihm, zu mir ins Badezimmer zu kommen. Leise stand er vom Sofa auf und schlich sich zu mir. Keiner der vier Haudegen bemerkte etwas und so schlüpfte er durch die Tür und schloss diese mit einem leisen knacken.

Wir zwängten uns durch das kleine Badezimmerfenster und die Nacht schluckte uns. Der Vollmond warf ein gespenstisches Licht auf das grosse, nicht enden wollende Flachdach. Der Wind wehte seltsame Gerüche zu uns herüber und die Nacht war beinahe geräuschlos. Ich vernahm ein leichtes Rauschen, dass wie das entfernte Rollen von Meereswellen an einem flachen Strand klang. Wir liefen endlos auf diesem riesigen Dach umher um irgendwo eine Möglichkeit zu finden, davon herunter zu kommen und niemand schien uns zu folgen.

Da fanden wir plötzlich eine Art Feuerleiter, die an der Mauer des grossen Gebäudes nach unten führte und stiegen sogleich daran Richtung Freiheit. Doch die Leiter führt nur bis zum 3. Stock. Dort führte eine gläserne Tür ins Innere und zu unserem Erstaunen war diese Tür auch nicht abgeschlossen. Also gingen wir hinein.

Das Innere dieses Gebäudes sah aus wie ein Labor. Es umfing uns eine Mischung aus der Zentrale von CSI Miami und der Mondbasis Alpha 1. Etliche Räume, durch Glaswände getrennt reihten sich an einen langen Korridor und keine Menschenseele war auszumachen. Als wir etwa 10 Minuten lang durch den Korridor liefen, kamen wir an einem Raum vorbei, der aussah wie eine Schaltzentrale und sahen, dass dort ein rotes Licht blinkte. Darunter stand ALARM. Sofort kombinierte ich, dass dieses Gebäude und unsere Gefangennahme einen Zusammenhang haben musste und unser Entkommen also entdeckt wurde.

Wir liefen den langen Korridor weiter entlang und standen plötzlich in einer riesigen Halle. Am Boden sahen wir Modelle von futuristischen Städten oder Fabrikationsanlagen, die auf dem Wasser zu schwimmen schienen. Und plötzlich standen wir vor einem bärtigen Mann mit runder Nickelbrille und weissem Kittel.

Wir versuchten uns so unaufällig wie möglich zu verhalten und er schien unsere Anwesenheit auch nicht für seltsam zu halten. Wir nickten freundlich zum Gruss und gingen einfach an Ihm vorbei. Doch er sprach Tom an und wir blieben stehen. Ich habe nicht mitbekommen um was es in diesem Gespräch ging und schlich mich auf leisen Sohlen davon um einen Fluchtweg zu finden. Ich verliess die grosse Halle und stand in einem Treppenhaus. Unten hörte ich Stimmen, weshalb ich ein Stockwerk nach oben flüchtete und in einem Raum landete, wo einige Holzpaletten mit Gerümpel standen. Es schien sich um Hausrat zu handeln, denn da standen unter anderem Flaschen mit der Aufschrift "Schuhpolitur" und einem Zeichen, dass signalisierte, dass der Inhalt feuergefährlich sei. Da schoss mir plötzlich die Idee durch den Kopf Feuer zu legen um dann im folgenden Chaos unauffällig das Gebäude verlassen zu können. Ich schnappte mir so eine besagte Flasche, öffnete sie und verteilte den Inhalt auf den beladenen Paletten und auch darunter, weil diese ja aus Holz waren.

Doch dann hörte ich plötzlich Schritte! Ich erschrak und sah gerade einen uniformierten Wächter um die Ecke biegen. Er hatte mich noch nicht gesehen. Also warf ich mich hinter den Paletten auf den Boden und schaute unter ihnen hindurch um zu sehen, was der Uniformierte tat. Plötzlich legte auch er sich auf den Boden und schaute unter den Paletten durch, genau in meine Augen! Ich zückte mein Feuerzeug, zündete es an und ...

...erwachte!

So ein Mist! Gerade als es spannend wurde, wachte ich auf! Ich versuchte den Traum lebendig zu halten und wieder einzuschlafen, aber es gelang mir nicht!

Nun hoffe ich, dass ich vielleicht heute Nacht die Fortsetzung träume.

Ich erinnerte mich aber auch daran, dass ich den Anfang dieses Traumes schon einmal geträumt hatte. Nur konnten wir damals nicht aus dieser Altbauwohnung flüchten und der Traum endete damit, dass wir nach einigen erfolglosen Fluchtversuchen einfach aufgaben.

Dieses Mal gelang uns zumindest schon mal die Flucht aus der Wohnung und ich war innerlich überzeugt, dass die Geschichte ein gutes Ende nehmen würde. Was für ein fieser Cliffhänger in diesem Traum!

Nun ihr lieben Traumdeuter! Was wollte mir dieser Traum wohl sagen? Weshalb wurden wir überhaupt gefangen? Wem oder was waren wir auf die Schliche gekommen? Wer war Dr. X und brennt Schuhpolitur überhaupt? Und wie endete die Geschichte wohl? Fragen über Fragen, die mich heute beschäftigten, schon den halben Tag über.

Helft mir weiter und lasst Eurer Phantasie freien Lauf!

Dienstag, 22. Juli 2008

Stoeps und Tom im TV




Und wieder mal hat uns die Kamera erwischt... =)

Letzen Samstag gingen wir nichts ahnend zum Einkaufen in ein grosses Einkaufszenter in Egerkingen. Als wir so durch das Shoppingcenter schlenderten wurden wir plötzlich, fast gewaltsam, an einen Stand gezerrt, wo ein Pamela Anderson Double Erfrischungsdrinks vermarktete und wir degustierten dann also, fast freiwillig. Der Drink war nicht schlecht, aber plötzlich wurde uns ein Mikrofon unter die Nase und eine Kamera ins Gesicht gehalten. Die Reporterin wollte wissen, ob wir auf das Double reingefallen seien und ob die vermeintliche Lebensretterin denn hübsch sei.

Wir waren recht perplex und gaben dann aber doch Auskunft. Hübsch war sie tatsächlich, aber mit Pamela kann man dieses Dame nicht vergleichen, denn soweit ich erkennen konnte, waren allerhöchstens die Zähne in der Kinderzeit mit einer Spange korrigiert. Ansonsten schien alles echt zu sein an der netten Lady. Keine Silikonmöpse, keine unnatürlich korrigierte Nase, keine korrigierten Wangenknochen und die Lippen waren auch nicht mit Wülsten von Collagen unterlegt. Also alles in allem, viel hübscher und natürlicher als Pamela "Silikon-Valley" Anderson.

Um den Drink zu vermarkten, soll Pamela II nun helfen, den schönsten Bademeister der Schweiz zu suchen.

...wenn die geahnt hätten, dass wir uns lieber von eben einem solchen Bademeister retten lassen würden... ? ;-)

Um das Video zu sehen hier klicken!

Wir sind übrigens die beiden ersten Jungs im Film :-)


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Dienstag, 1. Juli 2008

Munteres Nationenraten am Strand

Immer wenn wir im Urlaub sind, machen wir uns einen Spass daraus zu erraten, woher die anderen Feriengäste stammen. Die Trefferquote ist dabei immer erstaunlich hoch, was einige Klisches zu bestätigen scheint.

Die Italiener sind am schnellsten zu erkennen. Entweder an ihren Kindern, die in zuckersüssen Kleidchen lautstark am Strand umhertollen. Die Erwachsenen erkennt man leicht an ihren d&g Sonnenbrillen, dem schönen braunen Teint und der niemals endenden Coolnes.

Die englischen Girls glänzen dafür mit hummerroten, total verbrannten Brüsten, die sie auch nach dem Abschälen der obersten 3 Hautschichten noch immer ungeschützt in die Sonne strecken.

Die Deutschen verraten sich durch ihre grenzenlos doofen Käppi und das Gespür für modische Trends aus der vorvorletzten Saison.
Dafür haben die Schweizer immer etwas zu motzen, sind modisch gesehen noch eine Saison hinter den Deutschen zurück geblieben und würden am liebsten noch den Strand desinfizieren.

Zum Glück gibt es genügend Platz am Strand und genügend Menschen, die den Klisches munter widersprechen!

In diesem Sinne - einmal mehr: Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

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Mittwoch, 18. Juni 2008

Schwuppenmucke - zweiter Take

Was ein Bär ist, wissen die meisten von Euch sicher. Normalerweise werden die ja bei uns in den Alpen abgeschossen, weil wir nicht mehr wissen, wie man sich bärengerecht benimmt. Es gibt aber auch ganz andere Bären. Nämlich schwule Bären. Kerle mit Bart, Körperfell, meist kuzen Haaren oder gar Glatze, nicht mehr ganz jung und voller Lebensfreude!

Was herauskommt, wenn man die Weathergirls mit den Villagepeople kreuzt, das Ganze mit einem kräftigen Schuss schwulem Bären-Lifestyle mixt und ein bisschen aufgewärmten 80ies Discosound dazugiesst zeigen uns Bearforce 1 Das ist keine gehobene Kunst, aber macht Laune und entlockte mir ein fröhliches Lachen! Richtig härzig! Aber seht selbst:



In diesem Sinne - Der Sommer kann kommen - ich bin bereit!

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Freitag, 30. Mai 2008

Blog-Arena: Männer - sabbelnde Biomasse oder entwickelte Spezies?

bajaz hat mich mit seinem Kommentar zu meinem Eintrag Sex Sales! auf die Idee gebracht, eine Diskussion zu starten.

Der Kommentar von bajaz soll als Intro dienen: Statt sich darüber aufzuregen, WIE Männer sind, könnte der besonnene Schwule seine Hirnzellen aktivieren und nachdenken, warum Männer so sind/sein müssen! Bei diesem Nachdenken würden die Frauen wohl auch etwas bei abkriegen! :-)

Nicht nur der besonnene Schwule ist hier gefragt. Sondern Ihr alle!

Warum verhalten sich Männer in Anbetracht einer schönen, sexy Frau oder manchmal sogar wegen grässlichen Silikonmöpsen auf anorektischen Stelzen, wie brabbelnde Biomasse im frühesten Primatenstadium?

Was ist Eurer Meinung nach der Grund? Wer ist schuld an diesen spontanen Anfällen supranasaler Insuffizienz?

Die Arena ist hiermit eröffnet!

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Sex sales!

Vor ein paar Tagen hat sich bei uns eine Bewerberin auf einen Job vorgestellt. Hübsch war sie, blond und mit mucho Holz vor der Hütte.

Ihr hättet sehen sollen, was da bei uns abging!

Der Mitarbeiter vom Einkauf, den ich sonst als recht vernünftig und schlau einstufte, stand gleich bei mir am Pult und drehte fast durch! "Hast Du diese Möpse gesehen?". Hab ich natürlich nicht, weil ich der Dame in die Augen geblickt habe und sie sehr symphatisch fand. Sie hatte ein offenes Gesicht, sehr schöne hellblaue Augen und wirkte etwas scheu!

Warum nur, dachte ich so bei mir, sehen die Kerle in schönen Frauen immer nur zwei Möpse, drei Körperöffnungen, einen Arsch und zwei Beine??? Ja klar, ab und zu läuft mir auch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich einen Kerl mit Brustfell, kurzen Haaren und Gesichtspelz sehe. Aber mein Verstand fällt dann nicht komplett aus und ich brabble nicht gleich neandertalermässig dummes Zeug daher. Etwas Contance sollte man sich gerade beim Flirten bewahren!

Naja, wenigstens muss ich keinen Militärdienst mehr machen. Dort mit ansehen zu müssen wie die vermeintlich liebsten Familienväter zu dummgeilsten Tabledance-Konsumenten mutierten und eine Primitivität an den Tag legten, dass einem die Zähne schmerzten, war echt beschämend für mich.

Oft höre ich ja, "ihr Schwulen seid eine Schande für die Männlichkeit und keine richtigen Kerle" - aber ehrlich gesagt, ich sehe das eher umgekehrt! Die "Votzenköppe" *bei Glam gehört!* von Heteros die beim Anblick von Silikonmöpsen auf magersüchtigen Stelzen gleich ein paar Evolutionsstufen zurückfallen, sind die wahre Schande für die Männlichkeit! Da lobe ich mir doch die paar löblichen Ausnahmen an Heteros die ich kenne und die mir zeigen: Auch Kerle die auf Frauen stehen, können echte Männer sein! =)

In diesem Sinne - Wenn der Pinsel steht, sollte der Verstand trotzdem nicht ganz ausgeschaltet werden! Denn wer macht schon gerne mit primitiv brabbelnder Biomasse rum!?

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Samstag, 24. Mai 2008

Das Haus am Strand


IMG_8079, ursprünglich hochgeladen von cshontz

Leicht wie hauchdünne Seide strich ein Wind durch die Bäume, die den Weg zum Strand säumten. Der Geruch von Salzwasser, Fisch, Tang und Diesel lag in der Luft. Ein Duft der mir auch bei geschlossenen Augen unveränderlich klar machte, dass ich nicht zu Hause war. Aber wo ich wirklich war, wusste ich auch nicht. Irgendwo im Süden, auf einer Insel vielleicht? Der Mann neben mir war wohl Tom, mein langjähriger Lebensparter, aber sogar dass konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich setzte es einfach so voraus.

Diesen Traum träumte ich letzte Nacht nicht zum ersten Mal und ich wusste, dass ich hier nicht zum ersten Mal war.

Da war er wieder, dieser gutaussehende, braungebrannte Kerl mit dem sexy Grinsen. Das Haus dass zu diesem Garten gehörte war gross, irgendwie altmodisch, schön und es hatte eine magische Anziehungskraft auf uns beide. Ohne eingeladen worden zu sein, aber auch ohne Bedenken, gingen wir einfach durch den Garten, vorbei an dem immer noch grinsenden Kerl, der keine Anstalten machte uns aufzuhalten.

Das Haus schluckte uns. Drinnen war es dunkel, kühl und irgendwie hatte es ein schwere, dickflüssig-rauchig-ätherische Aura, wie ich mir vorstellte, dass sie in den Opiumhöhlen in Shanghai sein musste. Es erfasste mich eine unglaublich erotische Energie. Ich vibrierte und ein warmer Schauer durchfloss meinen ganzen Körper.

Aus einem anderen Zimmer kam der Hausherr und ging auf uns zu. Ebenfalls ein gutausehender, dunkelhaariger Kerl so um die mitte Dreissig. Wir sprachen nicht, aber mit einer Kopfbewegung deutete er uns an, ihm zu folgen. Er führte uns in den nächsten Raum, den ich nur noch als ein dunkles, grosses Zimmer in Erinnerung habe. Es gab eine grosse, alte, durchgesessene, braune, altmodisch gesteppte Ledercouch auf der wir uns niederliessen. Sie roch nach Sex, Schweiss und schien die Erinnerung an etliche Orgasmen auszustrahlen.

Schon seit geraumer Zeit spürte ich eine nicht endenwollende Erektion und dachte, dass es nun wohl irgendwie zur Sache gehen würde.

Aber plötzlich veränderte sich die ganze Szenerie grundlegend. Wir waren zwar noch in einem Haus, aber das sah nun komplett anders aus. Sofort wusste ich, dass wir nicht mehr irgendwo im warmen Süden waren, sondern irgendwo in der Schweiz. In der Luft lag eine Mischung aus den Gerüchen die man sonst in verlassenen Turnhallen-Garderoben oder Massenlagern findet. Kalter abgestandener Schweiss, Kellergeruch mit einer leichten Schimmelnote und zusätzlich roch es nach Rauch und abgebrannten Räucherstäbchen.

Es war nun keine grosse, stattliche Villa mehr, sonder mehr so etwas wie ein Pfadfinderheim in einem Wald. Das Haus war voller fremden Menschen, die willenlos und lethargisch auf Schlafsäcken und Matten am Boden lagen. Wanderer, die zufällig vorbei kamen, wurden draussen an ein paar Tischen verköstigt und ins Haus gelockt. Kaum waren sie drin, wurden auch sie schlagartig hypnotisiert und konnten das Haus nicht mehr verlassen.

Ich wollte da raus! Weg! Einfach nur weg! Die ganzen Zombies dort ekelten mich geradezu an und ich wollte zurück ins Leben. Aber das Haus zu verlassen schien schier unmöglich zu sein. Mein Begleiter, ich glaube noch immer dass es Tom war, und ich versuchten es gemeinsam. Aber an der Tür konnten wir einfach nicht weiter gehen.

Da beschloss ich innerlich einfach, mich ganz und gar dafür zu entscheiden, dass ich jetzt gehen werde. Ich beschloss keine Panik aufkommen zu lassen, die komplizierten Gedanken in meinem Kopf zu ignorieren und einfach zu gehen.

Ich packte Tom am Arm - und ging einfach! Schwer wie Blei waren unsere Füsse und mit grösster Anstrengung gingen wir Schritt für Schritt in Richtung Wald weiter. Es ging schwer, aber es ging! Bald hatten wir den Wald hinter uns und erklommen über eine Alpweide ein in wunderbar warmes Sonnenlicht getauchtes Plateau. Wir hatten es geschafft! Ich fühlte mich wunderbar befreit! Und darauf hin erwachte ich dann. Ich war auf der Couch eingeschlafen, kurz bevor ich ins Bett wollte. Tom lag schon oben und ich ging hoch und kuschelte mich an ihn.

Beim erneuten einschlafen erinnerte ich mich plötzlich an den ersten, gleichen Traum, den ich vor Jahren schon mal hatte. Damals endete er damit, dass ich an der Türschwelle verzweifelte. Nicht aus dem Haus kam. Panisch erwachte ich damals ganz langsam. Mein Bewusstsein tauchte auf, aber mein Körper war noch gelähmt. Ich wollte unbedingt erwachen, aber dies passierte nur in Zeitlupe und ich versuchte Tom zuzurufen, er solle mich wecken. Das ging aber nicht und aus meinem Mund drangen nur komische, glucksende Schreie.

Diesmal hatte ich es geschafft! Ob es etwas damit zu tun hat, dass ich nach bald 25 Jahren endlich das Kiffen aufgegeben habe und nun schon bald 2 Monate "klar" bin?

Nächste Mal, habe ich mir vorgenommen, möchte ich mir bewusst werden dass ich Träume, wenn ich wieder zu diesem Haus komme.

Mal sehen, ob es ein nächstes Mal gibt!

In diesem Sinne - Träume sind nicht nur Schäume, sie sind die verschlüsselte Sprache, in der unsere Seele mit uns zu kommunizieren versucht! Na dann, ich freue mich auf das nächste Plauderstündchen!



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Sonntag, 18. Mai 2008

Muto

Kunst die in kein Museum passt!


MUTO a wall-painted animation by BLU from blu on Vimeo

Gefunden bei Herrn Winkelsen

Mittwoch, 14. Mai 2008

SVP-Baselland entlarvt sich selbst

Manchmal treibt der Abstimmungskampf seltsame Blüten und manchmal entlarvt die Wahl der Sujets geradezu den Betrug hinter der Sache.

Die SVP-Baselland wirbt mit einem Plakat, auf dem ein Besen Hühner verscheucht, für die Abschaffung des Gleichstellungsbüros.

"Jetzt reichts mit Emanzen-Subventionen" heisst es da noch so schön. In den Texten die da dem Wähler sonst noch zugemutet werden, wird behauptet, die Gleichstellung sei erreicht und sowieso nicht Sache des Staates.

Die Zahlen aus der Realität zeigen da natürlich ein ganz anderes Bild und es lohnt sich, sich darüber zu informieren, wie viele hängige Fälle bei diesem Büro noch der Bearbeitung harren.

Noch immer gibt es ein Lohngefälle von bis zu 20% und der Frauenanteil in den Teppichetagen und in der Politik spricht für sich selbst.

Das aber nun die SVP mit Ihrer Bildsprache gleich selbst den Beweis liefert, dass das Büro auf keinen Fall abgeschafft werden darf und der Auftrag "Gleichstellung von Mann und Frau" noch lange nicht erfüllt ist, entlockt mir ein Lächeln (und natürlich wie immer eine gehörige Portion Gänsehaut)!

Solange die Kämpferinnen für Gleichstellung und Gerechtigkeit in der Geschlechterfrage als Hühner dargestellt werden, braucht es keine weiteren Argumente um aufzuzeigen, wie notwendig eine solche Stelle noch immer ist.

Die SVP kann es einfach nicht lassen, andere Personen, Institution, Minderheiten und Volksgruppen zu diffamieren.

Kein Wunder, denn bis jetzt konnte noch keiner der braunen rückständigen Herren klare Zahlen und messbare Indikatoren präsentieren, die Ihre Aussage unterschtreichen oder gar belegen würden. Also haut man mal einfach wieder auf den Putz und reisst das Maul gehörig weit auf. So weit, dass jeder sehen kann wie falsch die Zähne dieses vorsintflutlichen Plastikzahn-Tigers doch sind.

Auch die SVP (oder besser PWRM = Partei für die Willkür rückständiger Machos) wird die 68'er nicht ungeschehen machen können. Und das ist auch gut so! Frauen kämpft weiter für die Gleichstellung und Ihr intelligenten Kerle, helft weiterhin mit!

In diesem Sinne - Solange die SVP aufgeschlossene und moderne Frauen als Hühner sieht, dürfen sich die SVP-Männer nicht wundern, wenn man sie für faule Eier hält.

Dienstag, 8. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Letzter Teil

Eine Schlittelfahrt, ein verspäteter Preiszuschlag und eine Wellnessoverdose sollte uns an diesem Samstag erwarten. Doch zuvor genossen wir einmal mehr ein göttliches Frühstück, dank anderem Tisch ungestört und ohne Depressionsgefahr.

Danach zog es uns an die frische Luft! Wir wollten Schlitteln! Flugs zum Concierge und gefragt wo man denn einen Schlitten mieten könne. Dieser lächelte triumphierend, rief José zu uns, welcher uns gleich zum hoteleigenen Schlittel-Pool führte. Wir lasen uns zwei klassische Davoser-Schlitten aus und wollten sogleich zum Tschuggen Coaster. Josés Lächeln ermattete. Er erklärte uns, dass sie ein technisches Problem mit dem Transportsystem hätten und dieser vermutlich erst am späteren Nachmittag wieder funktionieren würde. Aber, und schon strahlte er wieder, er würde uns gleich mit dem Hotelbus zur Talstation des Sesselliftes führen! Mit dem kämen wir auch zur Tschuggenhütte, von wo aus es wieder auf dem hoteleigenen Schlittelweg zurück gehen sollte.

Die Sessellift-Fahrt war recht kurz und oben angekommen, fuhren wir los. Die Fahrt nach unten ging noch viel schneller. Wir beschlossen, nochmals hoch zu gehen. Diesmal aber zu Fuss. Das war ein Fehler. Denn beim Laufen in der dicken Winterjacke schwitze ich mich ziemlich nass. Und damit holte ich mir wohl die Lungenentzündung, die mich jetzt gerade ans Bett fesselt...sozusagen ein verspäteter Preiszuschlag ;-)

Aber back to the Storyline. Nach der zweiten Schlittenfahrt gingen wir, wegen der nassgeschwitzen Klamotten zurück ins Hotel. Denn um 16 Uhr hatten wir sowiesso ein "Privat Affair" Ticket im Wellness-Tempel.

Leute, ich sags Euch - die spinnen die Reichen! Reicht eine 5000m2 grosse Wellnesszone nicht? Auf zwei Stockwerken mit Wasserwelt und Saunabereich? Nun gab es dass auch noch in etwas kleinerer Form zum buchen für zwei! Mit Whirlpool unterm Glasdach, mit Dampfbad, Sauna, Dusche, Minibar, Früchten, Luxuriösen Liegebetten...

Uns war sehr bald klar, wofür diese Lounges wohl gedacht waren und fragten uns, wieviel DNA wohl in dem Sprudelbad schwimmen würde? Nun denn. Aus drei gebuchten Stunden wurden 2einhalb. Denn irgendwann hatten wir plötzlich den Luxusoverflow! Tom stellte die alles entscheidende Frage: Wieviel Energie verbraucht wohl so ein Wellnessbereich eines Hotels? Mit so vielen Saunen und Dampfbädern und Pools und und und? Uns war plötzlich mulmig zu mute und wir dachten an unseren ökologischen Fussabdruck... Nichts wie raus hier!

Im Zimmer duschten wir dann und hüpften in unsere nigelnagelneuen massgeschneiderten Anzüge. Denn heute Abend war dinieren im Gourmet Restaurant La Vetta angesagt. OMG ich schwöre Euch, wenn es einen Grund gibt Reich zu werden, dann sind es die kulinarischen Kreationen und die schlichtweg genialen Weine, die man sich dann leisten kann.

Stefano, der italienische Chef de Service - ein geiler freundlicher Kerl mit Glatze und Kinnbart, der in seinem dunklen Anzug zum vernaschen animierte - verwöhnte uns nach Strich und Faden und seine Weinvorschläge waren superbe. Noch jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen wenn ich daran zurückdenke!

Danach genossen wir noch einmal ein paar Schlummerdrinks an der Bar. Zum Rauchen ging man nach draussen, wo man wie wir zufällig Promis wie Hans-Peter Ulli traf. Er erklärte uns, dass hier am Montag die Dreharbeiten für einen neuen Schweizer Film "Champions" beginnen würden.

Oder man ging zum Rauchen in die Bibliothek, wohin der Barkeeper selbstverständlich folgte und die Drinks auch dort servierte.

Dort sahen wir immer diesen russischen Oligarchen mit seinen 3 Blondinen im Arm. Wir machten uns einen Spass daraus herauszufinden, was an den 3 Frauen noch echt war. Soviel kann ich euch verraten: Viel wars nicht!

Und so sanken wir auch an diesem Abend ermattet, leicht angeschwippst und todmüde ins Bett!

Morgen wird alles vorbei sein! Wir schauten uns an und waren uns einig: Es war ein spannendes und zuweilen auch sehr angenehmes Erlebnis. Aber die Welt der Reichen macht uns auch nachdenklich! Was machte zum Beispiel der Weinfleck auf dem Teppich im Speisesaal? Oder das Loch im Polster eines Barsessels? Durfte es so etwas hier überhaupt geben? Wieviel Co2 haben wir wohl produziert und wieviele Ressourcen nur für Luxus verpufft? Macht Botox dumm? Oder macht Geld blind?

Wir fanden das Tschuggen Grand Hotel darum toll, weil die Leistung der Angestellten überdurchschnittlich war! Der freundliche Service war so angenehm unaufdringlich und trotzdem perfekt. Aber alles Andere? Der ganze Prunk? Die ganze Energieverschwendung?

"Nächstes Mal, verzichten wir auf einen Stern!". Mein Schatz nickte und wie immer, verstanden wir uns wortlos!

Am nächsten Morgen trafen wir dann sozusagen als kleines Abschiedsgeschenk Marco Rima zum Frühstück. Naja, also wir trafen ihn an, beim Frühstück... =)

Und dann? Na dann freuten wir uns darauf, wieder nach Hause zu fahren. Zu Moya und Lilou und zurück in die "normale" Welt.

Sonntag, 6. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Teil 3

Bild von der Carmennahütte von www.carmennahuette.ch

Nachdem wir leicht beduselt die Bar verliessen, empfing uns ein äusserst bequemes Bett und ein erhohlsamer Schlaf.

Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen sanft. Nachdem wir uns geduscht und angezogen hatten, gings zum ersten Frühstück in den Grande Salle. Schon am Eingang wurden wir mit einem freundlichen "Guten Morgen" begrüsst und sofort an unseren Tisch geführt. Wir bestellten Rührei, ich mit Schinken, Tom mit Speck und einen Cappuccino dazu. Danach gings ans Buffet. Dutzende Müeslisorten, verschiedenste, gluschtige Brot-, Brötchen und Croissant-Sorten warteten darauf, verspiesen zu werden. Früchte, Yoghurts, Nüsse, Dörrfrüchte, Champagner und viele andere Leckereien lockten einem in den neuen Tag!

Als wir schwer beladen vom Frühstücksbuffet zurückkamen, war der Tisch neben uns, der vorher noch leer war, besetzt.

Da sass nun eine Familie aus Deutschland. Der Vater sah etwa so aus, wie ich mir die Kreuzung eines Physikers und eines Bankers vorstellte. Schon zum Frühstück im Anzug. Ebenso sein etwa 13 jähriger Sohn. Auch dieser in grauer Flanellhose, gestreiftem Hemd und Veston. Ganz anders die Mutter. Die Haare schwarz gefärbt und zu einem "Coupe Wirbelsturm" geformt, im Londsdale Top Tank und zu engen Jeans. Das zweite Kind, vermutlich eine Tochter, im pupertären Gothic-Look und entsprechend verweigerndem Blick. Während die vermutliche Tochter (das Aussehen liess keinen sicheren Schluss auf das Geschlecht zu) sich um freie Zeit fürs Lernen einsetzte, meldete sich plötzlich der Sohn mit weinerlicher Stimme, die sich stimmbruchtypisch weder für eine hohe oder tiefe Lage entscheiden konnte und meinte: "oh mama, es ist so hell heute. Viel zu hell für mich!" - "das Wetter ist so schön, ich werde heute nicht rausgehen. Es hat sicher viel zu viele Leute auf der Piste". Wohlgemerkt, die Hauptsaison war abgeschlossen und da es Freitag war, musste nicht mit vielen Weekend-Skifahrern gerechnet werden. Wir hörten dem weinerlichen Kind noch eine Weile mit Kopfschütteln zu und fanden auch spannend, das sich der Vater mit keinem einzigen Wort am gesamten morgendlichen Gespräch der Familile beteiligte. Ihn interessierte nur der Finanzteil der Frankfurter Allgemeine.

Wir lösten uns von dem Trauerspiel und machten uns auf, den heutigen Tag in Angriff zu nehmen.

Mit dem Tschuggen Coaster gings hoch zur Tschuggenhütte und von dort aus etwa 1 Stunde zu Fuss weiter zur Carmenna Hütte. Die Sonne lachte, der Schnee glitzerte und wir fühlten uns fast wie im Paradies!

Nach der Rückkehr ins Hotel genossen wir zum ersten mal die Wellnesszone des Hotels. Der perfekte Ort um die Seele baumeln zu lassen.

Und hier begegnete uns die Familie vom Frühstück wieder. Als wir den weinerlichen Sohnemann im Nacktbereich der Sauna wieder sahen, traf uns fast der Schlag. Unter seinem Bademantel trug er ein beigefarbenes Poloshirt (das ihm gar nicht vorteilhaft stand und ihn leicht bläulich wirken liess) und eine knöchellange Hose.

Fluchtartig verliessen wir den Saunabereich und machten uns fürs Abendessen fertig.

Wieder durften wir königlich speisen und schlossen den Abend in der Bar gebührend ab. Während dem Tom ein Flying Kangaroo und ich einen May Tay genoss, sinierten wir über Sinn und Unsinn von Luxus und kamen nicht umhin (wofür ich mich echt etwas schäme) zu bemerken, dass es sich so schon ganz gut leben liesse. Und wir liessen unsere Gedanken schweifen und freuten uns auf morgen.

Was uns wohl morgen zum Frühstück erwartet? Und was eine privat Spa-Lounge ist und warum Luxus eben doch ein fragwürdiges Gut ist, das erfährt der Leser in Teil 4!

In diesem Sinne - stay tuned!

Mittwoch, 2. April 2008

Stoeps und Tom im Wunderland - oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt - Teil 2

Teil 2: Die Anreise

Am Donnerstag nach Ostern gings los. Um 12 Uhr fuhren wir los. Erstmal nach Zürich um bei Sunita Suits unsere massgeschneiderten (und erstaunlich günstigen) Anzüge abzuholen. Dann weiter Richtung Arosa. Auf der Autobahnraststätte Heidiland dann schon das erste Erlebnis: Ein fast Zusammenstoss mit Kuno Lauener (Sänger der Schweizer Band "Züri West"). Bis ich erkannt hatte, wem ich da begenet war, war er schon weg! "Weisst Du wer das war?" fragte ich Tom. Aber der nickte bloss cool =)

Dann weiter Richtung Chur. Plötzlich werden wir von einem Krankenwagen überholt. In höllischem Tempo raste er an uns vorbei. "Krankenwagenfahrer muss schon auch noch ein geiler Job sein", meinte ich "da kann man immer volle Pulle rumheizen". Aber Tom schüttelte den Kopf und meinte, dass das wohl eher ziemlich gefährlich sei.

Ein paar Kilometer weiter überholten wir den Krankenwagen wieder. Nach einem heftigen Landschaden lag er wie ein totes Tier am Strassenrand. Wir sahen, dass schon vier Autos angehalten hatten und Hilfe da war. Also fuhren wir weiter. Aber uns war komisch zumute....vorallem mir, dem kleinen Möchtegern Regazzoni.

Aber dann: Ankunft in Arosa. Wir fuhren gleich vor den Eingang und kaum angekommen wurde mir auch schon der Autoschlüssel freundlich lächelnd abgenommen. Der junge Portier parkierte dann mein Gefährt, während zwei andere das Gepäck auf einen dieser typischen Hotel-Gepäcktransporter verluden. Der Concierge zeigt uns das Hotel und führte uns dann ins (überraschend upgegradete) Zimmer. Einer Junior-Suite mit Südsicht. Wow! Wirklich schön!

Kurz nachdem uns das Gepäck auf das Zimmer gebracht wurde, klopfte es erneut und eine nette Dame stand mit den Welcome-Drinks vor der Tür. Mit den beiden Cüpli stiessen wir dann gebührend an.

Abends gings vor dem Essen erstmal in die Bar zu einem Aperitif und danach in den Grande Salle (Vestonpflicht für Herren!) wo uns die Wünsche von den Augen gelesen wurden und wir herrliche kulinarische Leckerbissen geniessen durften. Dazu köstlichste Rebensäfte und Bündner Wasser.

Nach dem Essen gings zurück in die Bar wo noch ein, zwei Drinks genossen wurden. Ziemlich beschwippst gings dann ins Bett.

Aber schon am nächsten Morgen erhielt die fast perfekte Luxus-Seifenblase erste Dellen. Denn was da beim Frühstück am Nachbarstisch abging, war für uns haarsträubend, denn... aber dazu in Teil 3:

Die wundersame Welt der Reichen und Schönen Mächtigen

Mittwoch, 5. März 2008

Wir tun mehr für Sie!

Das Banken heute immer mehr tun müssen um das Vertrauen ihrer Kunden zu wahren ist mittlerweilen bekannt. In Belgien scheint die Bankenwelt allerdings noch in Ordnung zu sein, denn hier wirbt z.B. die Firma centea mit einem recht ungewöhlichen Spot. Aber seht selbst:



In diesem Sinne - Bank: Ich koooooooommmmeeeee! =)