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Sonntag, 7. Dezember 2008

Stoeps rockte mit den Tenballs



Manchmal treibt einem das Leben ganz plötzlich in ungeahnte Ecken. Und plötzlich stehen Dinge aus der Vergangenheit wieder vor der Tür. So im Moment bei mir, was das Thema Musik angeht. Als Hobby-Webmaster betreue ich die Webseite einer coolen Showband aus Liestal, namens Filet ouf Soul. Um ein kleines Update zu besprechen, traf ich mich letzte Woche mit dem Frontmann Dani und dem Tastenzauberer Niggi. Mit Niggi habe ich früher mal zusammen in einer Coverband namens Tenballs gespielt. Dabei kam die Sprache auf ein Demo, das wir mal gemacht haben. Und schwupps habe ich von Niggi ein paar Files mit den Songs von damals bekommen. Songs von Matchbox 20 und Sting. Ich war der Sänger der Band und habe die Lead- und Backingvocals beigesteuert.

Diese Erinnerung aus alten Tagen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Dazu gesagt sein muss noch, dass die Aufnahmen nicht in einem professionellen Studio, sondern einem Amateurstudio eines Kollegen entstanden sind. Die Qualität der Aufnahmen ist also nicht perfekt. Aber für eine Hörprobe reicht es allemal.

Woher übrigens der Name Tenballs kommt, ist auch eine lustige Story. Ihr dürft gerne in den Kommentare spekulieren, wie der Bandname entstand! Lasst Eurer Phantasie ihren Lauf =)

Und damit wünsche ich Euch einen angenehmen Wochenausklang und einen guten Start in die neue Woche!

PS Wenn ihr aus der Schweiz seid, vergesst nicht, beim Voting (rechts oben) noch Eure Stimme abzugeben. Das Voting läuft noch bis zum 10. Dezember invisible hit counter

Montag, 1. Dezember 2008

Welt Aids Tag


Bildquelle: www.stopaids.ch

Heute, am 1. Dezember ist Welt Aids Tag.

"Aids ist besiegt! Aids ist kein Problem mehr, höchstens in armen Ländern!"

Das höre ich heute immer wieder und die steigenden Ansteckungszahlen, vor allem bei schwulen Männern, zeigt dass dies wohl sehr viele Menschen glauben.

ABER ES IST FALSCH!

Die heutigen Medikamente helfen zwar, mit dem Virus besser zu leben und bei einigen Menschen scheint ein Leben wie ohne Aids möglich zu sein. Aber die Wahrheit sieht meist anders aus. Die Medikamente haben oft unangenehme Nebenwirkungen und die Patienten müssen immer wieder neu eingestellt werden. Die Medikament müssen immer wieder gewechselt werden und bieten keinen 100%igen Schutz. Höchstens einen Aufschub. Einige unserer Freunde konnten mit diesen sauteuren Pharmaprodukte ihr Leben tatsächlich verlängern. Trotzdem starben in den letzten Jahren einige Freunde, trotz medikamentöser Therapie. Es ist russisches Roulet.

Die Pornoindustrie suggeriert mit Tonnen an Bareback Videos (Bareback=ungeschützter Sex) dass Gummis out seien. Und irgendwie scheint mir ein Teil der schwulen Szene mit einem kollektiven Borderlinesyndrom infiziert zu sein. Dabei ist gerade in der Gay Szene eine das Ansteckungsrisiko massiv erhöht.

Trotzdem f.ckt sich ein Grossteil der heutigen Gays mit Ignoranz und ohne Gummi durch die Clubs, Saunen und Betten.

Werten mag ich das nicht. Erklären kann ich es mir auch nicht. Aber was ich mit Freunden in der Vergangenheit erlebt habe, zeigt mir, die Medikamente sind keine Garantie fürs Überleben und unsafer Sex ist Selbstmord in Raten.

Auch wenn ich Gefahr laufe als Moralapostel abgestempelt zu werden, möchte ich Euch alle aufrufen sicheren Sex zu praktizieren. Wer in einer monogamen Beziehung lebt, kann getrost darauf verzichten. Wer fremd geht oder Single ist, sollte in eigenem Interesse immer nur mit Gummi Spass haben.

Vernunft und Spass müssen sich nicht ausschliessen! Und wer Safe Sex hat, lebt länger!

Zum Welt Aids Tag möchte ich speziell an zwei Freunde denken. Und zwar an Josef und Alfred. Sie zu verlieren war hart und schmerzlich. Es waren nicht die einzigen Freunde, die wir mittlerweilen verloren haben. Sie stehen für viele Andere. Alfred haben wir den letzen Weg bis zum letzten Atemzug begleitet. Sein Tod war langsam und schmerzhaft.

Und wenn ich mir eines wünschen darf: Ich möchte nicht noch einmal einen geliebten Menschen an diese Scheisskrankheit verlieren!

Also: Beim Sex Hirn einschalten. Beim Seitensprung im minimum einen Gummi drum! invisible hit counter

Sonntag, 31. August 2008

Ein perfektes Wochenende


Bild aus Buch 2 von Jacqueline Gloor's Werkschau

Gerade eben tropften mir Tränen ins Nachtessen. Nein, ich war überhaupt nicht traurig, es war eher so dass... aber dazu später! Dieses Wochenende war einfach der Hammer! Deshalb hier ein kleines Review:

Der Samstag begann gemächlich mit Ausschlafen und einem feinen Brunch. Dazu hatte Tom extra einen feinen Butterzopf gebacken und ich kann Euch sagen: So was kann man nirgends kaufen! Danach hiess es noch Einkaufen gehen und schnell bei meinem Eltern vorbei, denn auch die bekamen von Tom einen Butterzopf gebacken. Den brachten wir also noch schnell vorbei.

Wieder zu Hause haben wir beraten, was wir denn nach Jacqueline Gloor's Vernissage noch machen wollten. Kino war angesagt und unsere Wahl fiel auf Mamma Mia! Also schnell die Tickets übers Web bestellt und ausgedruckt und dann ab nach Liestal. Schon auf dem Parkplatz kam mir eine Freundin entgegen, mit der ich an einem Workshop für kollegiales Coaching teilnehme und wir schlenderten gemeinsam zur Glatscharia und Creparia, gespannt was uns an der Vernissage erwarten würden. Klein aber fein, wäre wohl ein geeignetes Motto! Jacqueline präsentierte in dem gemütlichen kleinen Lokal einen Ausschnitt ihres Schaffens. Dabei waren Werke aus der Anfangszeit bis hin zu eben erst fertig gestellten Bildern. Faszinierend für mich ist die Entwicklung von Jacqueline zu erleben. Und ich hoffe, sie geht ihren Weg noch weiter, denn man darf gespannt sein, was Sie uns noch erschaffen wird. Sina, ihre Tochter, spielte den Grashüpfer und eine kleine, aber interessierte Schar betrachtete die berührenden Werke von Jacqueline Gloor. Für mich, hatte es ein zwei sehr spannende Neu-Entdeckungen dabei. Bilder mit Acrylfarben auf Leinwand, teilweise versilbert, mit Metallplatten die ebenfalls teilweise versilbert und teilweise oxidiert waren. Spannend! Ich finde Ihre Farben und Formen sehr spannend. Für mich dürfte Sie sich aber noch an grössere Leinwände trauen und vielleicht etwas von den kleinen Details wegkommen um ihre Farben noch besser wirken zu lassen. Aber wieder einmal mehr war es eine spannende Reise in Ihren Kosmos der Träume, Gefühle und Spiritualität. Ihre Kunst kommt tief aus Ihrem Herzen und Ihrer Seele und sie offenbart uns als Betrachter Ihr Innerstes auf wunderschöne Weise. Die Ausstellung dauert noch bis zum 31. Oktober. Mein persönlicher Tipp: Wer noch nicht dort war, unbedingt hingehen und sich verzaubern lassen.

Nach der Vernissage, die sehr gemütlich war, ging es weiter nach Basel ins Kino. Mamma mia war unsere Wahl für die Spätvorstellung. Und wir wurden nicht enttäuscht! Wer aus unserer Generation ist und Abba damals erlebt hat und diese Zeit im Herzen trägt, der wird nicht umhin kommen, von früher zu träumen. Still sitzen ist nicht! Jeder Song regt einem zum Mitsingen und mitwippen an und Meryl Streep verleiht dem Film eine wunderbare süssherbe Note. Fazit: Nichts mit Tiefgang und Drama. Aber wer musikalische Komödien mag, wird sich bei dem Streifen köstlich amüsieren.

Danach gings noch ans Klosterbergfest, wo wir uns bis morgens um 3 bestens vernügten und eine alte Freundin, die Bina, wieder trafen. Schön, wenn man sich plötzlich nach langer Zeit wieder sieht und es einfach stimmt!

Am Sonntag mussten wir natürlich wieder ausschlafen! =) Nach dem feinen Brunch hiess es für Tom: lernen! Er macht eine Weiterbildung und hatte einiges zu lesen. Mich trieb es hinaus in die Natur und ich nahm einen Powerhike mit eine paar hundert Höhenmetern und etwa 12 km unter die Füsse. Es war wunderschön und etwas kaputt und mit schweren Beinen kam ich abends wieder an.

Danach standen wir zusammen in der Küche, öffneten erstmal einen feinen toscanischen Rotwein und kochten gemeinsam Geschnetzeltes Rindfleisch an einer Whiskey-Rahmsauce mit Morcheln. Dazu gab es Zucchetti aus dem eigenen Garten, im Ofen mit Käse überbacken und Vollkorn-Nudeln aus dem Goms im Wallis. Ich sags Euch, es war einfach super lecker!

Dazu lieferte das Bose System aus dem Festplattenspeicher den passenden Soundtrack! Es startete mit Pink Floyd und Shining like a crazy Diamond, was mir immer die Tränen in die Augen treibt. Als dann noch Sophie Zelmani ihr Dreamer hauchte, war es um mich geschehen! Wenn der Sound stimmt, dann entwickle ich mich immer zur Heulsuse und hab keine Ahnung warum. Geht euch das manchmal auch so? Ich bin super happy! Und dann kommt ein Song der mir ans Herz geht und wie wenn jemand auf den Knopf "Tränen" drückt, kriege ich feuchte Augen und es läuft mir den Rücken heiss und kalt hoch und runter. Naja =) tief im Herzen bin ich halt doch ein richtiges Weichei! =)))

So, nun wünsch ich Euch allen einen guten Wochenstart!

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Mittwoch, 27. August 2008

Reminder: Wir sehen uns an Jacqueline Gloor's Vernissage!

In meinem Beitrag "Es begann mit Ink on Skin" hatte ich Euch Jacqueline Gloor vorgestellt und auf Ihre Vernissage am Samstag, 30. August 2008 hingewiesen.

Nun möchte ich es natürlich nicht versäumen, Euch kurz vor der Vernissage nochmals auf die Autorin des schweizerdeutschen Kinderbuches "s' Grashüpferli" aufmerksam zu machen.

Ihre Werke in Acryl Mischtechnik sind schon seit dem 12. August in der Glatscharia und Creparia in Liestal zu bewundern. Die Ausstellung dauert noch bis zum Sonntag, 31. August.

Jacqueline wird sich riesig freuen, wenn Ihr zahlreich erscheint und ich persönlich finde, es lohnt sich!

Also nicht vergessen! Am Samstag ab 18 Uhr in der Glatscharia und Creparia in Liestal!

Ich werde auf jeden Fall dort sein und würde mich freuen den einen oder die andere Blogleserin dort zu treffen um sich auch mal offline auszutauschen!

Ein paar Links zum Thema:
Also, man sieht sich! =)

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Donnerstag, 21. August 2008

Max Vax ist Tot!



Erst gestern erfuren wir von Freunden vom Tod von Max Vax. Er verstarb am 22. Juli, 33-Jährig in Russland bei einem Autounfall zusammen mit seiner Mutter.

Max Vax war ein begnadeter Jazzpianist, der trotz seines jungen Alters, als Ausnahmetalent und aufgehender Stern am Jazzhimmel gehandelt wurde. Schon in jungen Jahren galt er in Russland als Wunderkind. In Deutschland dürfte er vor allem den Hannoveranern ein Begriff sein, komponierte er doch unter anderem die Warteschlaufenmusik der Telefonzentrale der Stadtverwaltung.

Vor Jahren hatten wir das Vergnügen und die Ehre Max persönlich kennenzulernen und ihn bei uns zu beherbergen. Max war nicht nur eine musikalische Ausnahmeerscheinung, sondern auch ein aussergewöhnlicher, charismatischer und liebenswürdiger Mensch! Wir schlossen ihn innert kürzester Zeit unvergesslich in unser Herz!

Als wir gestern von Freunden von seinem Tod erfuhren, konnten wir es einfach nicht glauben. Aber Max ist wirklich nicht mehr unter uns und das erfüllt uns mit tiefer Traurigkeit!

Max, auch wenn wir nur kurze Zeit zusammen verbringen konnten, so wirst Du trotzdem immer als lachender, scherzender und doch tiefsinniger und philosophischer Mensch und genialer Musiker in Erinnerung bleiben! Mit Deinem Sound hast Du uns und vielen Jazzfans wundervolle Momente geschenkt!

Vielen Dank für Alles und Ruhe in Frieden, Max Vax!

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Freitag, 15. August 2008

Liebe geht durch den Magen!

Ein wirklich wahres Sprichwort! Und damit ist nicht nur die amouröse Liebe gemeint, sondern auch ganz im allgemeinen.

Da wir morgen ja ganz besondere Gäste erwarten, hat sich Tom mal wieder selbst übertroffen und eine göttliche Solothurner Torte gebacken.

OK, das Teil ist nicht wirklich was für die Diät und Chnübli wird danach wohl eine Extra-Runde im Gym einlegen müssen. Aber es ist die Sünde wert! Und wie der geneigte Blogleser wohl schon herausgefunden hat, kommt die Torte aus Chnüblis jetzigem Wohnort.

Little-Wombat und Tellerdreher und Chnübli kriegen morgen also so richtig was hinter die Kiemen und das wie gesagt mit viel Liebe! :-)

Dafür, lieber Tom, ein dickes Dankeschön! So perfekt wie er kriege ich die Torten und Kuchen ja nie hin! Ich bin ja eher der Kerl für's Grobe. Bei mir schmecken zwar die Kuchen auch, nur essen tut man die dann am besten mit verbundenen Augen ;-)

Na denn, wir werden Euch wissen lassen, wie's geschmeckt hat!

Und für diejenigen von Euch, die das gerne nachbacken wollen, hier das Rezept als PDF Download!
Viel Spass beim Küche einsauen und en Guete!

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Montag, 11. August 2008

Streetparade 2008 - Schön wars!

Toll war sie, die Streetparade 2008! Der Tag selbst und die eigentliche Parade war zwar nicht so genial wie wir uns das gewünscht hatten. Denn jedes Jahr ist immer weniger echtes Partyvolk anzutreffen und die Anzahl der unbeteiligten Gaffer nimmt stetig zu, was für die Stimmung an der Parade nicht gerade förderlich ist! Vor ein paar Jahren war das noch ganz anders. Da war fast jeder kostümiert und alle tanzten mit. Heute muss man als "aktiver Teilnehmer" schon fast um Platz zum abtanzen kämpfen und ewige Nörgeler und Spassverderber trüben das Raverglück.


Auch die Lovemobiles sind nicht mehr so phantasievoll und speziell und dieses Jahr liess auch der Sound zu wünschen übrig. Auf allen Mobiles lief der gleiche Einheitsbrei und nur einige wenige vermochten durch wirklich guten Sound zu begeistern.

Auch der massive Alkoholkonsum, der zwar dieses Jahr wieder etwas weniger auffiel als im Jahr davor, trübt die Stimmung.

Trotzdem wars wieder ein tolles Erlebnis Zürich im totalen Ausnahmezustand zu erleben!

Nach der Parade verpflegten wir uns dann im Niederdorf und genossen herrliche Pasta. Da wir immer noch in voller Montur unterwegs waren, wurden wir laufend angesprochen und fotografiert. Es war wirklich lustig und wir heimsten viele Komplimente für unseren Look ein. Das motiviert natürlich für's nächste Jahr und für uns ist klar, auch im 2009 werden wir wieder an die Streetparade pilgern und natürlich werden wir auch dann wieder versuchen originell kostümiert durch die Strassen zu tanzen!

Am Abend feierten wir dann an der Labyrinth-Party im Volkshaus weiter, was uns dann für den begrenzten Fun am Tag mehr als nur entschädigte. Wir trafen alte Freunde, die wir schon länger nicht gesehen hatten, was einfach schön war und die Party war absolut Hammergeil!

Der Sound der Laby-DJ's war einmal mehr genial und hielt uns bis zum Morgen wach! Als wir das Volkshaus verliessen, schien uns die Sonne des beginnenden Sonntags ins Geschicht und glücklich, aber hundemüde machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Allen Organisatoren möchten wir unseren persönlichen, herzlichen Dank aussprechen! Ihr habt tolle Arbeit geleistet. Und den Zürchern wollen wir noch einen Rat mitgeben: Esther Maurer, die die Streetparade verbieten wollte, gehört abgesetzt und sollte 2009 ihren Job nicht mehr innehaben! Dafür sollte die Streetparade wieder in gewohnter Form stattfinden. Sorgt bitte dafür! Denn die Streetparade ist für Zürich ein Gewinn! Und wenn man die vergleicht, wieviel Gewalt und Probleme eine Streetparade mit mehr als 500'000 Teilnehmern im Vergleich mit einem Fussballspiel zur Folge hat, sollte sich Frau Maurer nochmals überlegen, was sie da angerichtet hat!

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Freitag, 8. August 2008

Samstag mit Freunden

Man trifft mich wahrlich nicht oft in Zürich! Aber mindestens einmal im Jahr, mache ich dort die Nacht zum Tag. Bis jetzt haben wir erst 2 Streetparades verpasst, sonst waren wir immer mit dabei!

Auch dieses Jahr trifft man uns tagsüber in den Strassen Zürichs am shaken. Dieses Jahr sind wir als Golden Boys untwegs! Photos dazu gibts nächste Woche =)

Für mich gibts keinen schöneren Tag in Zürich als die Streetparade. Wenn langweiliges Grau von bunten Farben vertrieben wird, wenn Paradiesvögel die grauen Banker verdrängen und lächelnde Gesichter und ausgelassene Partystimmung die griesgrämige coolness aushebelt. Dann liebe ich Zürich!

Ich bin immer wieder selbst überrascht und erstaunt, wie es möglich ist, in der Schweiz - einem Land der Nörgler, Besserwisser, SVP'ler und anderen konservativen Kleinkarrierten, ein solches Fest zu feiern! Und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn das Partypeople Zürich aus den Angeln hebt!

Abends werden wir dann im Volkshaus anzutreffen sein, wo der Club Labyrinth eine big Party organisiert. Wer weiss, vielleicht sieht man sich?



Auf jeden Fall wünsche ich schon jetzt mal allen ein schönens Weekend! Let's Party!

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Montag, 4. August 2008

Es begann mit Ink on Skin

Sie ist einer dieser Menschen, die mich schon tatsächlich mein halbes Leben lang begleiten. Eine Frau, die mich tief beeindruckt und zu der ich tiefstes Vertrauen habe. Ohne dass es uns wohl wirklich bewusst ist, verbinden uns über 20 Jahre Vergangenheit und viele lustige und andere Erinnerungen.

Jacqueline ist jemand, den ich schwer beschreiben kann, denn Sie vereinigt viele Facetten in sich. Sie ist alleinerziehende Mutter von Sina und arbeitet in der gleichen Firma wie ich. Und sie ist seit jeher kreativ tätig. Lange Zeit inkte Sie selbst entworfene Tattoos unter die Haut der Leute. Auch mein Tattoo hat sie entworfen und gestochen.

Sie ist ein Mensch, der nicht stehen bleibt im Leben und so entwickelte sich auch Ihr kreatives Schaffen. Vor nicht allzulanger Zeit veröffentlichte Sie ihr erstes, selbst geschriebenes und selbst illustriertes, Kinderbuch "s' Grashüpferli". Und seit Jahren schon malt Sie Acrylbilder in Mischtechnik.

Auch ich besitze bereits 2 Bilder von Ihr und eins kann ich Euch garantieren: Es werden nicht die letzten Kunstwerke von Jacqueline sein, die unsere Wände zieren!

Nun beginnt bald Jacquelines aktuelle Ausstellung in der Glatscharia & Creparia in Liestal. Die Ausstellung dauert vom 12. August bis zum 31. Oktober 2008.

Die Vernissage ist am Samstag, 30. August 2008, ab 18 Uhr.

Ein paar Links zum Thema:
Mein persönlicher Tipp: Unbedingt kommen und jetzt noch ein Bild kaufen, solange die Preise noch erschwinglich sind!

Samstag, 5. Juli 2008

Schwarzbraun ist die Haselnuss und Tom und Stoeps von Kopf bis Fuss

Nach unserem Strandtag, der wunderschön war, sind wir nun bei Andrea und Daniel angekommen und geniessen nach dem Auspacken unser wohl verdientes kühles Bier. Bald gibts eine erfrischende Dusche und einen Teller Pasta.

Nach unserer Woche auf dem Zeltplatz mit viel Sonne, Strand und Meer beginnt nun der kulturelle Teil unseres Urlaubs.

Übrigens, wir sind richtig schön dunkelbraun geworden *neidischmach* lalala :-)

In diesem Sinne - Viva la Toscana

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Mittwoch, 25. Juni 2008

Toskana: Wir kommen!

Ich kanns wieder kaum erwarten! Die lauen Nächte im Zelt auf unserem Lieblingszeltplatz gleich hinter der ersten Düne, direkt am Meer, in diesem traumhaften Pinienwald, wo jedes Zelt, jeder Camper sein eigenes separates Plätzchen hat. Wo einem nachts das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zykaden in den Schlaf singen. Der wilde Strand, das schöne, saubere Meer, die feine Pizza Tartuffo, der Caprese, Vino Rosso di Tavolo, der feine Grappa und das beste: Der beste Kaffee! Stark, schwarz und superlecker!

Ach wie freue ich mich auf die Tage am Strand, die Ausflüge in die kleinen, alten Städtchen, die kleinen Restaurants, die Kunstparks (Niki de Saint Phalll's Tarotgarten) und all die kleinen Gallerien und die leckeren italienischen Jungs, die immer aussehen wie frisch aus dem Ei gepellt.

Ich liebe sie, die Italianità. Die lauten Familien, die nicht endenwollenden Nachtessen mit viel herzlichem Lachen, lauten Gesprächen und wildem Gestikulieren. Das "kommichheutnichtkommichhaltmorgen" Gefühl, das dolce farniente.

Ich freue mich auch auf die zweite Woche bei unseren Freunden in Ravi. Das schöne kleine Agriturismo, die saubere und schöne Ferienwohnung und die Gastfreundschaft von Andrea und Dani!

Sono Svizzero, 100%. Ma il mio cuore e italiano!

In diesem Sinne - Toskana wir kommen! Bald!



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Donnerstag, 5. Juni 2008

Freud' und Leid - so nahe beieinander!

Bild auf Flickr geklaut von anotherasterix

Am Freitag feiert er seine Abschiedsparty. Danach bricht er seine Zelte in Zürich ab und wandert aus nach Kanada. Genauer nach Vancouver.

Zeit um in schönen Erinnerungen zu schwelgen - die Tränen kommen später!

Wie lange kennen wir uns eigentlich schon? Mein bester schwuler Kumpel und ich?

Es ist mindestens 13 Jahre her, als wir uns das erste mal begegneten. Damals war ich noch Sänger in einer Metalband und headbangte meine Mähne im Scheinwerferlicht zu trashig verzerrten Klampfenseufzern und stampfigen 4/4 Beats. In der schwulen Szene galt ich als Freak und kaum ein Kerl der mir gefiel, würdigte mich eines Blickes. Doch es sollte auch mal anders kommen...

Eines schönen Sonntags vergnügte ich mich in einer Sauna in Bern. Schwulensaunas sind so ähnlich wie Swingerclubs, nur dass da jeder alleine hingeht und ... ja eben, Ihr wisst schon. Dieser Sonntag hatte es in sich! Ich konnte mich vor Kerlen kaum retten. Nach mindestens 4 Nahkämpfen und orgastischen Höhenflügen, entspannte ich mich im Videoraum bei einem ultratrashigen xxx-movie aus den frühen Siebzigern, die ich noch heute total kultig finde. Und eigentlich war ich platt. Total ausgeschossen =)

Der Raum war dunkel und leer bis auf diesen einen Kerl! Er hatte kurze, braune Haare, einen bärigen Seehundeschnauzer und schaute mich mit diesem verschlagen-verschmitzten Lausbubenlächeln an. "Oh nein" dachte ich erst, "ich kann nicht mehr!" und doch wusste ich irgendwie, dass ich diesen Mann unbedingt ansprechen muss, denn immer wenn sich unsere Blicke trafen, brannte die Luft und dass das Fernsehbild nicht gestört wurde von diesen knisternden Energien war ein Wunder. Doch dann stand er auf, verschwand im Labyrinth aus Gängen um bald von einer dieser sogenannten UNRuhekabinen verschluckt zu werden. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Sollte ich mich in die Höhle des Löwen wagen? Auf die Gefahr hin, dass mich meine Standhaftigkeit nach diesem Beischlafmarathon im Stich lassen würde? "Scheiss drauf" dachte ich! Ich nahm all meinen Mut zusammen und tauchte in das Halbdunkel dieser kleinen Sperrholzkabine mit der frisch bezogenen Matratze. Unsere Gesichter verharrten sekundenlang regungslos voreinander und während wir uns gegenseitig mit unseren Augen scannten, wie wenn Spock mit seinem Tricorder eine fremde Umgebung abtasten würde, vermischten sich gleichzeitig unsere Düfte und verbanden sich zu wild feiernden Molekül-Orgien, die durch unsere Nasen tanzend unsere Gehirne infizierten.

Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir schlaflos bei Ihm in Bern und nie im Leben werde ich vergessen, wie ich vor ihm kniete um ihn mit meinen Zähnen langsam von seinem weissen Feinripp zu befreien, während Faithless aus den Boxen dröhnte und Maxi Jazz rappte "...tearing of tights with my teeth..." Unvergessen bleibt mir wie sich das THC mit den tobenden Hormonen und der vibrierenden Stimmung zu Raketentreibstoff verband, der uns gemeinsam in die Stratosphäre schoss. Die Nacht dauerte lange und Nomen est Omen, Insomnia war Programm!

In dieser Sonntagnacht entstand ein Band, dass für mich einzigartig war und immer bleiben wird. Nicht wie die Liebe zwischen zwei Liebhabern - sondern tiefste, innigste Freundschaft die aber unglaublich frei ohne Zwänge, Erwartungen und Druck ist. Es können Monate vergehen, ohne das wir uns sehen oder sprechen. Aber tief in meinem Herzen war und ist er immer da. Mein bester Freund.

Nun wandert er aus! Ich freue mich für Ihn! Die Arbeit in der IT Branche hatte ihm den Rücken gebrochen, ihn aufgebraucht und anschliessend lieblos ausgespuckt. Seit seinem Bandscheibenvorfall war nichts mehr so wie vorher. Das Leben wurde einerseits schwieriger für Ihn, aber auch ehrlicher und intensiver. Ich habe ihn immer bewundert! Diesen Seiltänzer zwischen der urbanen, digitalen Welt in der Stadt und der einfachen rauhen Natur, wenn er wieder einmal mit Zelt und Hund tagelang zwischen Berner Oberland und Wallis unterwegs war oder mit seiner Husky- oder seiner Triumph halb Europa durchbikte. Er war für mich der Prototyp des Mannes wie er sein sollte! Mit rauher Schale und weichem Kern. Ganz ohne Macho-Allüren oder aufgesetztem Gehabe. Einfach ein ganz einfacher, eigenständiger und selbstbewusster Kerl.

Nun, da es nicht mehr lange geht, bis er seine Zelte hier abbricht und geht, packt mich die Wehmut. Ich werde loslassen müssen und mich verabschieden. Und das schmerzt! Denn ich habe diesen Kerl wirklich gern! Etwas wird mich aber auch trösten. Egal wo er sich befindet - Die Erinnerungen, die Gefühle und die Freundschaft - Sie werden bleiben. Für immer! Und das Wichtigste: Er geht seinen eigenen Weg, der ihn hoffentlich glücklich macht! Könnte man sich etwas schöneres wünschen für einen geliebten Menschen?

Und zum Glück habe ich noch einen anderen Freund im Leben gefunden. Einer, mit dem ich noch viel mehr teilen kann. Einer, der mein ganzes Herz gewonnen hat und dem ich es freiwillig geschenkt habe! Ein Mann, der mich das Leben mit anderen Augen sehen lässt, der mich zum Milliardär der Gefühle macht, mich den Wind im Gesicht spüren lässt und den ich am liebsten mit selbstgemachter Coctailsauce und mit Haut und Haaren verspeisen würde. Der Kerl, der mich vor ein paar Wochen fragte, ob wir nicht unsere Partnerschaft, nach mehr als 11 Jahren Beziehung, eintragen lassen wollen - und ich es nicht glauben konnte, weil er bis vor kurzem grün anlief und einen akuten Masernanfall bekam, wenn jemand fragte: "Und? Seit Ihr schon verheiratet?"



Auch die erste Begegnung mit Tom war ein unglaubliches Abenteuer! Aber diese Geschichte erzähle ich Euch ein andermal =)

In diesem Sinne - Das Leben ist wie ein Bahnhof: Viele sind auf der Durchreise, Anderen gehen für immer und zum Glück gibt es auch den Einen, der bleibt! Tom - ich liebe Dich wie ich nie jemanden geliebt habe und JA, ich nehme Dein Angebot an und will unsere Partnerschaft eintragen lassen! =)))))) Hoffentlich liest Du das hier auch! *ggg*

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Sex sales!

Vor ein paar Tagen hat sich bei uns eine Bewerberin auf einen Job vorgestellt. Hübsch war sie, blond und mit mucho Holz vor der Hütte.

Ihr hättet sehen sollen, was da bei uns abging!

Der Mitarbeiter vom Einkauf, den ich sonst als recht vernünftig und schlau einstufte, stand gleich bei mir am Pult und drehte fast durch! "Hast Du diese Möpse gesehen?". Hab ich natürlich nicht, weil ich der Dame in die Augen geblickt habe und sie sehr symphatisch fand. Sie hatte ein offenes Gesicht, sehr schöne hellblaue Augen und wirkte etwas scheu!

Warum nur, dachte ich so bei mir, sehen die Kerle in schönen Frauen immer nur zwei Möpse, drei Körperöffnungen, einen Arsch und zwei Beine??? Ja klar, ab und zu läuft mir auch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich einen Kerl mit Brustfell, kurzen Haaren und Gesichtspelz sehe. Aber mein Verstand fällt dann nicht komplett aus und ich brabble nicht gleich neandertalermässig dummes Zeug daher. Etwas Contance sollte man sich gerade beim Flirten bewahren!

Naja, wenigstens muss ich keinen Militärdienst mehr machen. Dort mit ansehen zu müssen wie die vermeintlich liebsten Familienväter zu dummgeilsten Tabledance-Konsumenten mutierten und eine Primitivität an den Tag legten, dass einem die Zähne schmerzten, war echt beschämend für mich.

Oft höre ich ja, "ihr Schwulen seid eine Schande für die Männlichkeit und keine richtigen Kerle" - aber ehrlich gesagt, ich sehe das eher umgekehrt! Die "Votzenköppe" *bei Glam gehört!* von Heteros die beim Anblick von Silikonmöpsen auf magersüchtigen Stelzen gleich ein paar Evolutionsstufen zurückfallen, sind die wahre Schande für die Männlichkeit! Da lobe ich mir doch die paar löblichen Ausnahmen an Heteros die ich kenne und die mir zeigen: Auch Kerle die auf Frauen stehen, können echte Männer sein! =)

In diesem Sinne - Wenn der Pinsel steht, sollte der Verstand trotzdem nicht ganz ausgeschaltet werden! Denn wer macht schon gerne mit primitiv brabbelnder Biomasse rum!?

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Mittwoch, 21. Mai 2008

Liebe, Freiheit und ein kühles Bier



"Ich weiss doch auch nicht, was ich denn noch machen soll" schluchzte Franziska (35) und nahm noch einen kräftigen Schluck von dem kühlen Bio Bier, dass noch von einer kleinen unabhängigen Brauerei stammt und nicht so ein verwässertes Allerlei-Gebräu ist, wie die Masse an verwechselbaren Hopfen-Wässerchen, die da sonst so verkauft werden. Schade, dachte ich so bei mir, sie wird gar nicht merken wie gut das Bier schmeckt. Ein Gemisch aus Tränen und Rotze lief an ihrem rechten Nasenflügel vorbei, suchte sich seinen Weg über ihre Lippen, rann über den Flaschenhals, ihre Finger und tropfte auf den schönen Couchtisch aus Glas. Mist, dachte ich, schon wieder putzen. "Dieser Kerl ist einfach das Letzte!" raunte sie abschätzig und schaute mich erwartungsvoll mit ihren treuen Hundeaugen an. "Wieso" frage ich und fuhr weiter "was hat er denn getan?". Ich hätte besser nicht gefragt, denn nun folgte eine Liste von kleinen üblen "Fehlern" wie: Er war am Sonntag zum Fussballspielen, anstatt mit mir den schönen Tag zu verbringen. "Was wolltest Du denn dann mit ihm unternehmen?" . Ihre Augen suchten an einem imaginären Ort nach einer Antwort. Ihr Gesicht wirkte plötzlich etwas verunsichert. "Nichts" sagte sie dann und ihre leichte Nervosität verriet mir, dass sie eine Falle hinter meiner Neugier vermutete. "Aha" sagte ich. "Ich opfere mich die ganze Zeit für Ihn auf, verzichte auf meinen Weiber-Abend, den Tanzkurs und schaue Fussball mit Ihm in der Glotze und dann so etwas!" polterte sie weiter.

"Sag mal Franziska, was glaubst Du? Lassen sich Freiheit, Liebe und Beziehung unter einen Hut bringen?" fragte ich später im Gespräch, um das Ganze auf eine Metaebene zu bringen. Erstaunt blickte sie mir nun neugierig in die Augen. Die Antwort war ein zögerliches Nein und es folgten viele Erläuterungen über Kompromisse, Agreements und gegenseitige Versprechungen.

"Dann ist Liebe und Beziehung für Dich also in erster Linie ein Kompromiss? Eine geregeltes Verhältnis, in dem beide auf das verzichten was sie eigentlich brauchen, damit die Freundschaft aufrecht erhalten werden kann, mit der Hoffnung das dass dann beide glücklich macht?" reflektierte ich das Gehörte. Nun schwieg Franziska. Sie schniefte heftig und zog mit einem röchelig nasalen Geräusch den Rest ihres Naseninhaltes hoch. Die Sonne lugte plötzlich hinter den grauen Wolken hervor und verwandelte die Tränen auf der Bierflasche in glitzernde Perlen.

Für mich sind Liebe und Freiheit kein Gegensatz. Sie sind unverhandelbar miteinander verbunden. Liebe kann nicht auf Kompromissen und gegenseitigen Erwartungen beruhen. Liebe ist nicht da, um die Romeos und Julias, Gilgameschs und Enkidus oder Aimées und Jaguars dieser Welt gegenseit zu beglücken. Liebe ist das was ensteht, wenn Liebende Ihr Glück oder Leid miteinander teilen. Wer mit der Erwartung liebt, glücklich gemacht zu werden, stürzt sich in die schwerste aller Abhängigkeiten und wird am Schluss mit grosser Sicherheit nur eines werden: Unglücklich!

Unser Gespräch ist schon ein paar Monate her. Franziska ist im Moment Single und hat sich auf die Entdeckungsreise zu sich selbst gemacht. Mit dem Ziel glücklich zu werden. Und wenn sie es ist, wird sie bereit sein für eine neue Liebe.

In diesem Sinne - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied! Lass also Dein eigenes Feuer nicht erlöschen und sorge gut dafür. Nur so kannst Du Liebe, Freiheit und Beziehung wahrhaft glücklich leben!

Donnerstag, 13. März 2008

Herr K. und das Leid - eine wahre Geschichte


Bild(32), ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Ich nenne ihn hier einfach mal Herrn K.. Natürlich heisst er nicht wirklich so, aber es gibt ihn wirklich. Also dieser Herr K. war depressiv. Wohl schon seit seiner Jugend. Aber Herr K. wusste das gar nicht und er brauchte auch sehr lange, bis er es selbst realisierte. Und um dies zu merken hatte sich Mutter Natur, oder wer auch immer, eine fiese Zugabe ausgedacht. Schlagartig verwandelte sich die einfache Depression und Herr K. wurde manisch-depressiv mit sporadisch auftretenden psychotischen Schüben.

An einem schönen Sonntag Nachmittag sagte Herr K. plötzlich zu mir: "Das Gespräch gestern Abend hat mir sehr gut getan. Nun ist mir plötzlich alles klar! Alles!". Wie "Alles" dachte ich und fragte neugierig nach: "Alles? Ja wie Alles? Eben Alles?"

Er nickte bedächtig und als meine Augen seinen Blick einfingen, wurde mir schlagartig klar, da sitzt nicht mehr die gleiche Person vor mir. Der Blick war star, fixierte einen weit entfernten, imaginären Punkt. "Alles!" sagte er noch einmal bekräftigend und ich bekam es plötzlich mit der Angst zu tun. Was passierte hier? Das Herz klopfte mir bis zum Hals und ein schlimmer Gedanke jagte die nächste noch viel schlimmere Vision.

Ich sah Herrn K. schon in die Küche rennen und mit einem grossen Messer zurück kehren.

"Ich weiss jetzt wirklich Alles..." fing er wieder an. Ich sass wie gebannt auf dem Sofa und liess seine Augen keinen Moment ausser Acht. "...wie das Leben funktioniert, wie uns die übermächtigen Schweinehunde von Wirtschaftsbossen und korrupte Politiker manipulieren, missbrauchen und uns zur Konsumprostitution zwingen. Wie die Männer seit Jahrhunderten die Frauen mit Psychoterror und körperlicher Gewalt unterjochten, in der Angst die Frauen könnten eines Tage realisieren, dass sie das stärkere Geschlecht sind. Und wie die Männer die Homos unterdrückt haben aus Angst vor ihren eigenen Gefühlen.

Plötzlich stand Herr K. auf und fing an sich auzuziehen. Mir stockte der Atem!

Jedes Kleidungsstück landete mit einem verächtlichen "Konsumterror!" in einer Ecke und bevor ich mich versah, stand Herr K. nackt auf dem Balkon.

Draussen war Sonntag Nachmittag. Schönes Wetter und die Nachbarschaft genoss das Leben im Freien. Bevor ich etwas unternehmen konnte, legte Herr K. auch schon los: "Ich habe sie alle durchschaut! Beugt euch nicht mehr dem Konsumterror! Ab morgen wird alles in den Läden umsonst sein. Heute Nacht werden alle Menschen die Wahrheit herausfinden und ab Morgen leben wir in einer neuen Welt!"

Ich versuchte Herrn K. wieder in die Wohnung zu kriegen. Aber dieser Kerl hatte eine unglaubliche Kraft entwickelt und nichts konnte ihn bewegen.

Nachdem der Hausarzt mir notfallmässig Valium besorgt hatte, konnte ich Herrn K. damit wieder etwas beruhigen. Am nächsten Tag schleppte ich ihn dann zur Therapeutin und weigerte mich standhaft Herrn K. stationär behandeln zu lassen.

Es wurde eine harte Zeit. Viele Dispute endeten in Weinkrämpfen, Zusammenbrüchen und Herr K. verbrachte viele Tage seines Lebens im Bett, aus Angst das Leben könnte ihn das Leben kosten.

Herr K. lebt heute wohl einigermassen gut mit seiner Krankheit.

Aber was ist mir aus dieser Zeit geblieben? Fragen! Viele verstörende und verwirrende Fragen!

War Herr K. wirklich verrückt? Hatte das was er sagte und wortreich proklamierte nicht irgendwie eben doch Sinn? Oder hat er nur die Brille, den Filter verloren, der ihm wie uns sogenannt "Gesunden" das reibunslose Funktionieren in einer menschenfeindlichen Gesellschaft und Umgebung ermöglicht hat? Sind vielleicht wir es, die verrückt sind? Verrückt im Sinne des Worte gemeint: Ver-rückt.

Lange Jahe haben mich diese Fragen immer wieder gequält und heute ja, genau heute waren sie wieder da! In einer ruhigen Stunde, in der Badewanne bei Klassik Radio und Kerzenlicht.

In diesem Sinne: Man sollte sich immer bewusst sein, dass der Standpunkt die Perspektive bestimmt! Und Standpunkte gibt es genausoviele wie es Menschen gibt!

Sonntag, 3. Februar 2008

Das Morchel-Fondue

Mhhhhhhh! Wie ihr ja sicher wisst, essen viele Schweizer gerne heissen, flüssigen Käse. Entweder als Raclette am Stück geschmolzen oder als Fondue. Pit und Ruben, unsere Freunde mit denen wir letztes Jahr schon zwei Wochen Urlaub auf Gomera gemacht haben, besuchten uns am Weekend und ich kochte ein Fondue. Aber nicht irgendein Fondue. Nööööö! Mein ganz spezielles Morchelfondue. Eigentlich ist mein Spezialrezept geheim...aber wenn ihr nix weitersagt, verrate ich es Euch hier gerne.

Hier die Zutaten für 4 gute Esser:

250 gr. Greyerzer Käse, Surchoix oder rezent, geraffelt
250 gr. Mont Vully Käse, geraffelt
500 gr. Fribourger Vacherin geraffelt separat abgepackt
4 dl Weisswein (z.B. Fendant)
2 Schalotten
2 - 3 Zehen Knoblauch (nach Belieben)
1 EL Zitronensaft
2 EL Maizena
Cognac (soviel dass die Maisstärke dickflüssig aufgelöst werden kann)
Salz
Pfeffer
Thymian

Zuerst werden die Morcheln in warmem Wasser eingelegt. Ich gebe meist noch einen Schuss Weisswein dazu. Mindestens 10 Minuten einlegen. Dann abtropfen und gut abspülen. Danach das Fondue Caquelon (spezielle Fondue-Pfanne aus Steingut) auf dem Herd erwärmen und ca. 2 EL Butter darin zergehen lassen. Dazu die gehackten Schalloten, Thymian und den Knoblauch (Gewürfelt, gescheibelt oder gepresst - wie mans mag) und die Morcheln geben. Alles kurz andünsten und mit ca. 4 dl. Weisswein ablöschen. Den Wein erwärmen und dann erst den Greierzerkäse und den Mont Vully (beide geraffelt) in kleinen Portionen dem heissen Wein beigeben, zergehen lassen und immer gut Rühren dabei! Das Rühren ist sehr wichtig, damit eine homogene Masse entsteht. Ein Schuss Zitronensaft hilft, damit sich der Käse gut mit dem Wein vermischt. Wenn der Greierzer und der Mont Vully aufgelöst sind kippe ich ein Glas mit Maisstärke(2 EL) in Cognac aufgelöst in die Masse und koche das Fondue unter ständigem Rühren noch ca. 2 Minuten weiter. Dann Caquelon vom Herd nehmen und langsam den ebenfalls geraffelten Vacherin zugeben und schmelzen lassen. Ganz am Schluss eine Messerspitze Natron dazugeben (so wird das Fondue schön leicht und cremig und ist erst noch besser zu verdauen!), würzen, umrühren, fertig! Brotwürfel dazu (z.B. Vollkornbrot, Weissbrot, Olivenbrot) und Birnenstücke. Je nach Belieben!

In diesem Sinne - En Guete! (So wünschen wir Schweizer uns guten Appetit!)