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Sonntag, 7. Dezember 2008

Stoeps rockte mit den Tenballs



Manchmal treibt einem das Leben ganz plötzlich in ungeahnte Ecken. Und plötzlich stehen Dinge aus der Vergangenheit wieder vor der Tür. So im Moment bei mir, was das Thema Musik angeht. Als Hobby-Webmaster betreue ich die Webseite einer coolen Showband aus Liestal, namens Filet ouf Soul. Um ein kleines Update zu besprechen, traf ich mich letzte Woche mit dem Frontmann Dani und dem Tastenzauberer Niggi. Mit Niggi habe ich früher mal zusammen in einer Coverband namens Tenballs gespielt. Dabei kam die Sprache auf ein Demo, das wir mal gemacht haben. Und schwupps habe ich von Niggi ein paar Files mit den Songs von damals bekommen. Songs von Matchbox 20 und Sting. Ich war der Sänger der Band und habe die Lead- und Backingvocals beigesteuert.

Diese Erinnerung aus alten Tagen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Dazu gesagt sein muss noch, dass die Aufnahmen nicht in einem professionellen Studio, sondern einem Amateurstudio eines Kollegen entstanden sind. Die Qualität der Aufnahmen ist also nicht perfekt. Aber für eine Hörprobe reicht es allemal.

Woher übrigens der Name Tenballs kommt, ist auch eine lustige Story. Ihr dürft gerne in den Kommentare spekulieren, wie der Bandname entstand! Lasst Eurer Phantasie ihren Lauf =)

Und damit wünsche ich Euch einen angenehmen Wochenausklang und einen guten Start in die neue Woche!

PS Wenn ihr aus der Schweiz seid, vergesst nicht, beim Voting (rechts oben) noch Eure Stimme abzugeben. Das Voting läuft noch bis zum 10. Dezember invisible hit counter

Montag, 1. Dezember 2008

Welt Aids Tag


Bildquelle: www.stopaids.ch

Heute, am 1. Dezember ist Welt Aids Tag.

"Aids ist besiegt! Aids ist kein Problem mehr, höchstens in armen Ländern!"

Das höre ich heute immer wieder und die steigenden Ansteckungszahlen, vor allem bei schwulen Männern, zeigt dass dies wohl sehr viele Menschen glauben.

ABER ES IST FALSCH!

Die heutigen Medikamente helfen zwar, mit dem Virus besser zu leben und bei einigen Menschen scheint ein Leben wie ohne Aids möglich zu sein. Aber die Wahrheit sieht meist anders aus. Die Medikamente haben oft unangenehme Nebenwirkungen und die Patienten müssen immer wieder neu eingestellt werden. Die Medikament müssen immer wieder gewechselt werden und bieten keinen 100%igen Schutz. Höchstens einen Aufschub. Einige unserer Freunde konnten mit diesen sauteuren Pharmaprodukte ihr Leben tatsächlich verlängern. Trotzdem starben in den letzten Jahren einige Freunde, trotz medikamentöser Therapie. Es ist russisches Roulet.

Die Pornoindustrie suggeriert mit Tonnen an Bareback Videos (Bareback=ungeschützter Sex) dass Gummis out seien. Und irgendwie scheint mir ein Teil der schwulen Szene mit einem kollektiven Borderlinesyndrom infiziert zu sein. Dabei ist gerade in der Gay Szene eine das Ansteckungsrisiko massiv erhöht.

Trotzdem f.ckt sich ein Grossteil der heutigen Gays mit Ignoranz und ohne Gummi durch die Clubs, Saunen und Betten.

Werten mag ich das nicht. Erklären kann ich es mir auch nicht. Aber was ich mit Freunden in der Vergangenheit erlebt habe, zeigt mir, die Medikamente sind keine Garantie fürs Überleben und unsafer Sex ist Selbstmord in Raten.

Auch wenn ich Gefahr laufe als Moralapostel abgestempelt zu werden, möchte ich Euch alle aufrufen sicheren Sex zu praktizieren. Wer in einer monogamen Beziehung lebt, kann getrost darauf verzichten. Wer fremd geht oder Single ist, sollte in eigenem Interesse immer nur mit Gummi Spass haben.

Vernunft und Spass müssen sich nicht ausschliessen! Und wer Safe Sex hat, lebt länger!

Zum Welt Aids Tag möchte ich speziell an zwei Freunde denken. Und zwar an Josef und Alfred. Sie zu verlieren war hart und schmerzlich. Es waren nicht die einzigen Freunde, die wir mittlerweilen verloren haben. Sie stehen für viele Andere. Alfred haben wir den letzen Weg bis zum letzten Atemzug begleitet. Sein Tod war langsam und schmerzhaft.

Und wenn ich mir eines wünschen darf: Ich möchte nicht noch einmal einen geliebten Menschen an diese Scheisskrankheit verlieren!

Also: Beim Sex Hirn einschalten. Beim Seitensprung im minimum einen Gummi drum! invisible hit counter

Donnerstag, 27. November 2008

Stöckchen: Leben + Ich


Aufgeschnappt bei MC Winkel und Ingo Vogelmann

clothes
Casual as casual can be. G-Star Raw, S. Oliver, Pepe Jeans, Review, Timezone. Nicht unbedingt modisch und doch gerne mit der Zeit gehend. Jeans eher Baggy und regular fit. Dazu gerne T-Shirts, Polos, Hoodies, aber auch mal Hemden und wenns schick sein soll gerne den massgeschneiderten, dunkelblauen Massanzug von Sunita Suits

furniture
Modern, schlicht zum Beispiel von fraubrunnen, lederpark ikea und mein Lieblingsteil ist der LC4 von Corbusier.

sweet (+pastry)
Coop Max Havelaar Haselnuss-Brotaufstrich (sowas wie nutella, nur viiiiiieeeel besser!), selbst gebackene Früchtekuchen (macht tom immer und ist einer der gründe, warum ich ihn heiraten werde =), schwarze Schokolade (mind. 60% Kakaoanteil), Schwedentorte, Vermicelles, Kirschtorte, Tiramisu, Süssmostcreme und natürlich Tom's Solothurner Torte.

city
Basel, Bern, Fribourg, Livorno, Grosseto, Siena, Paris, NYC, LA. Aber eigentlich bin ich überhaupt kein Stadtmensch sondern ein absolutes Landei.
Also: Zeglingen!

drink (+ coffee)
Ohne: Wasser ohne Kohlensäure, Yogi Männertee, Ingwer-Zitronengras Tee, Chai, Earl Grey, Max Havelaar Bio Espresso und natürlich italienischen cafe oder Cappuchino. Überzeugter Starbucks-Verschmäher!

Mit: Appenzeller Bio Bier naturtrüeb mit und ohne Alkohol, Rotwein aus der Schweiz, Toscana, Spanien, Weisswein Spanien (Verdejo), Italien (Pinot Grigio), Single Malt Whiskey, Grappa (von Chnübli ;-), Vielle Prune, Vielle Williams

music
Chillie Tunes z.B. Mercan Dede, Ingo Vogelmann, Michael Gerber, Dead can Dance. Elecotronic über House bis Minimal von Moloko über Kraftwerk bis Morcheeba, Jazzy Tunes von Herbie Hancock über Barbara Dennerlein bis Caterina Valente. Vocals wie Katie Melua, Deutsches von Anette Lousian über BAS bis Torch, Schweizerisches von Michael von der Heide bis Züri West, Old Schooliges von Saga bis Pink Floid, klassisch modernes von Holst über Steve Reich bis Keith Jarret, Metall von Iron Maiden bis Nightwish kurz - eigentlich fast alles, je nach Stimmung!

tv
Dexter, Mistresses, Desperate Houswifes, Dr. House, Dokus, sf.tv

film
Action, Si-Fi, Fantasy, Comic-Verfilmungen, Thriller, Mystery, Horror, Literatur Verfilmungen, Almodovar, All Time Favorite: Fifth Element

workout
Besteckgymnastik in Gourmetrestaurants, Marathonsurfen (online), Traumsport (ich träume nachts manchmal von Sport), Sauna, Wellness und viel Bewegung in der Natur (Wandern, Geocaching)

So und nun, wer macht weiter?

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Erster Schnee



Die UMusic Funktion unseres Bose Lifestyle Systems hat sich entschlossen Nora Jones und andere fine and smooth jazzy sounds zu spielen. Ich sitze auf dem Sofa und lasse meinen Blick nach draussen schweifen. Es ist schon dunkel und im Licht der Strassenbeleuchtung tanzen Hunderte oder Tausende, nein vermutlich Millionen weisser Schneeflocken und bedecken die bunt gefärbten Blätter der für den Winterstillstand vorbereitenden Bäume. In solchen Momente kann es geschehen, dass ich den Bezug zur Realität verliere, meine innere Uhr stehen bleibt, sich Zeit und Raum verdrehen und sich in tanzende Schlieren sterbenden Lichts verwandeln. Alles um mich herum tritt in den dunklen Raum hinter der Bühne, der Klang des Alltags um mich herum verstummt. Ich fühle nur noch meinen ruhigen, regelmässigen Atem. Es gibt nur noch diese Flocken, dieser Reigen gefrorener Wasserkristalle die, einem Wunder gleich, alles - auch mich- umschliessen, bedecken, einlullen und verwandeln

Gedanken und Wortfetzen längst vergangener Tage brechen in meinen Verstand und bringen Erinnerungen aus der Kindheit zurück. Das unschuldige Staunen über die weisse Pracht, Schneemänner und Iglus, die wir gebaut haben. Stunden im Schnee, tropfnasse Handschuhe, gefrorene Nasenspitzen, eiskalte Ohrläppchen. Kriegspläne gegen die Schneekönigin wurden geschmiedet, ganze Höhlensysteme gebuddelt und irgendwann aus weiter Ferne der Klang von Mutters Stimme, die einem ermahnte, wieder in die Wärme zu kommen. Und dort warteten dann feine selbstgebackene Plätzchen oder Kuchen und heisse Schokolade. Danach die Müdigkeit die einem überkommt und die Geräusche aus der Küche, die sich in der heraufsteigenden Schläfrigkeit immer weiter entfernten.

Mein Kopf bewegte sich ruckartig, ich war eingenickt. Entschwunden in einen kurzen Traum, zurück in der Kindheit. Ich konnte die heisse Schokolade riechen! Spürte die Kälte des Schnees und die Nässe der Handschuhe. Jetzt schneite es noch immer. Ich sitze auf dem Sofa und lasse meinen Blick nach draussen schweifen. Es ist schon dunkel und im Licht der Strassenbeleuchtung tanzen Hunderte oder Tausende, nein vermutlich Millionen weisser Schneeflocken. invisible hit counter

Dienstag, 9. September 2008

Tinnitus - Mein Freund im Ohr



Muffige, qualmige Atmosphäre, kein Tageslicht und Dezibels an der Schmerzgrenze waren über fast 20 Jahre die Umgebung, welche mein Hobby mit sich brachte. Als Sänger von diversen Heavy-Metal und Rockbands war laute Musik mein Leben. Aus dieser Zeit blieben mir nicht nur unzählige schöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte, sondern auch ein chronischer Tinnitus. Ein niemals endender Klangteppich zusammengesetzt aus einem Rauschen und einem hohen Pfeifton begleitet mich seit 2 Jahrzenten Tag und Nacht. Zum Glück ist er nicht laut. Nur in der Nacht, vor allem beim Einschlafen, macht sich dieses geisterhafte Geräusch wirklich wahrnehmbar bemerkbar.

Am Anfang war es, trotz der schwachen Ausprägung, fast nicht auszuhalten. Nie mehr wirklich Ruhe, nie mehr totale Stille zu empfinden war lange ein Verlust, der schmerzlich war. Da versuchte ich den Störenfried zu bekämpfen. Blutverdünnende und durchblutungsfördernde Medikamente sollten helfen, ihm den Garaus zu machen. Nichts half.

Autogenes Trainig, Meditation und andere Entspannungsmethoden halfen mir einigermassen, mich nicht auf diese störenden Eigen-Geräusche zu konzentrieren und sie so quasi zu überhören. Lange war der Tinnitus mein Feind und ich kämpfte, um ihn wieder los zu werden.

Heute habe ich Frieden mit ihm geschlossen. Er ist mein Freund geworden. Denn ich habe festgestellt, dass mein Tinnitus ein guter Gradmesser für mein Wohlbefinden ist. Wenn ich mir zuviel Stress zumute, meinen Körper ausbeute, zuwenig schlafe, zuviel trinke oder zuviel rauche, macht er sich stärker bemerkbar. Er ist zu meinem ganz persönlichen Gesundheitsberater geworden, der mir unmissverständlich klar macht, wenn ich mich selbst nicht "stoepsgerecht" halte.

Wenn ich ihn ernst nehme, also im wahrsten Sinne auf meine innere Stimme höre und darauf reagiere, wird er wieder zahm und leise und schnurrt mir zärtlich ins Ohr.

So ist aus dem ehemaligen Feind ein Verbündeter geworden, der mir hilft eine gute Work-Life-Balance zu finden. Ein Freund, der mir ab und zu ins Ohr pfeifft "Stoeps - cool down" und auch wenn es für andere Tinnitus-Opfer fast unglaublich klingen mag, ich bin froh, dass ihn habe - Meinen ganz persönlichen Wellness-Berater.

Und ist es nicht oft so mit diesen unliebsamen körperlichen und psychischen "Plagegeistern" wie Rückenschmerzen, Muskelverkrampfungen, Kopfschmerzen und eben dem Tinnitus? Sind diese vermeintlichen Feinde oft nicht auch oft verkannte Freunde die uns zeigen, dass wir uns überfordern, unsere Kraftreserven ausbeuten und unsere Energie nicht ökonomisch nutzen? Sollten wir da nicht aufhören, immer sofort zum Arzt oder in die Apotheke zu rennen um Doping für unser Hochleistungsleben zu holen und uns dafür öfters fragen, ob wir uns "Artegerecht" halten, uns ausbeuten und unseren Körper selbst schädigen?

Ein entspannter Spaziergang an der frischen Luft, Entspannung und das Beachten der Signale die mir mein Körper gibt, helfen mir wieder in Balance zu kommen. Und dann lässt auch mein Tinnitus mich in Ruhe und regelt sich auf ein fast zärtliches Volumen herunter.

Natürlich kann man mit diesen Massnahmen keine ernsthaften gesundheitlichen Störungen beseitigen, aber vielleicht kann man ihnen damit etwas vorbeugen!

Liebe Dich selbst und Dein Selbst wird auch Dich lieben!

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Sonntag, 31. August 2008

Ein perfektes Wochenende


Bild aus Buch 2 von Jacqueline Gloor's Werkschau

Gerade eben tropften mir Tränen ins Nachtessen. Nein, ich war überhaupt nicht traurig, es war eher so dass... aber dazu später! Dieses Wochenende war einfach der Hammer! Deshalb hier ein kleines Review:

Der Samstag begann gemächlich mit Ausschlafen und einem feinen Brunch. Dazu hatte Tom extra einen feinen Butterzopf gebacken und ich kann Euch sagen: So was kann man nirgends kaufen! Danach hiess es noch Einkaufen gehen und schnell bei meinem Eltern vorbei, denn auch die bekamen von Tom einen Butterzopf gebacken. Den brachten wir also noch schnell vorbei.

Wieder zu Hause haben wir beraten, was wir denn nach Jacqueline Gloor's Vernissage noch machen wollten. Kino war angesagt und unsere Wahl fiel auf Mamma Mia! Also schnell die Tickets übers Web bestellt und ausgedruckt und dann ab nach Liestal. Schon auf dem Parkplatz kam mir eine Freundin entgegen, mit der ich an einem Workshop für kollegiales Coaching teilnehme und wir schlenderten gemeinsam zur Glatscharia und Creparia, gespannt was uns an der Vernissage erwarten würden. Klein aber fein, wäre wohl ein geeignetes Motto! Jacqueline präsentierte in dem gemütlichen kleinen Lokal einen Ausschnitt ihres Schaffens. Dabei waren Werke aus der Anfangszeit bis hin zu eben erst fertig gestellten Bildern. Faszinierend für mich ist die Entwicklung von Jacqueline zu erleben. Und ich hoffe, sie geht ihren Weg noch weiter, denn man darf gespannt sein, was Sie uns noch erschaffen wird. Sina, ihre Tochter, spielte den Grashüpfer und eine kleine, aber interessierte Schar betrachtete die berührenden Werke von Jacqueline Gloor. Für mich, hatte es ein zwei sehr spannende Neu-Entdeckungen dabei. Bilder mit Acrylfarben auf Leinwand, teilweise versilbert, mit Metallplatten die ebenfalls teilweise versilbert und teilweise oxidiert waren. Spannend! Ich finde Ihre Farben und Formen sehr spannend. Für mich dürfte Sie sich aber noch an grössere Leinwände trauen und vielleicht etwas von den kleinen Details wegkommen um ihre Farben noch besser wirken zu lassen. Aber wieder einmal mehr war es eine spannende Reise in Ihren Kosmos der Träume, Gefühle und Spiritualität. Ihre Kunst kommt tief aus Ihrem Herzen und Ihrer Seele und sie offenbart uns als Betrachter Ihr Innerstes auf wunderschöne Weise. Die Ausstellung dauert noch bis zum 31. Oktober. Mein persönlicher Tipp: Wer noch nicht dort war, unbedingt hingehen und sich verzaubern lassen.

Nach der Vernissage, die sehr gemütlich war, ging es weiter nach Basel ins Kino. Mamma mia war unsere Wahl für die Spätvorstellung. Und wir wurden nicht enttäuscht! Wer aus unserer Generation ist und Abba damals erlebt hat und diese Zeit im Herzen trägt, der wird nicht umhin kommen, von früher zu träumen. Still sitzen ist nicht! Jeder Song regt einem zum Mitsingen und mitwippen an und Meryl Streep verleiht dem Film eine wunderbare süssherbe Note. Fazit: Nichts mit Tiefgang und Drama. Aber wer musikalische Komödien mag, wird sich bei dem Streifen köstlich amüsieren.

Danach gings noch ans Klosterbergfest, wo wir uns bis morgens um 3 bestens vernügten und eine alte Freundin, die Bina, wieder trafen. Schön, wenn man sich plötzlich nach langer Zeit wieder sieht und es einfach stimmt!

Am Sonntag mussten wir natürlich wieder ausschlafen! =) Nach dem feinen Brunch hiess es für Tom: lernen! Er macht eine Weiterbildung und hatte einiges zu lesen. Mich trieb es hinaus in die Natur und ich nahm einen Powerhike mit eine paar hundert Höhenmetern und etwa 12 km unter die Füsse. Es war wunderschön und etwas kaputt und mit schweren Beinen kam ich abends wieder an.

Danach standen wir zusammen in der Küche, öffneten erstmal einen feinen toscanischen Rotwein und kochten gemeinsam Geschnetzeltes Rindfleisch an einer Whiskey-Rahmsauce mit Morcheln. Dazu gab es Zucchetti aus dem eigenen Garten, im Ofen mit Käse überbacken und Vollkorn-Nudeln aus dem Goms im Wallis. Ich sags Euch, es war einfach super lecker!

Dazu lieferte das Bose System aus dem Festplattenspeicher den passenden Soundtrack! Es startete mit Pink Floyd und Shining like a crazy Diamond, was mir immer die Tränen in die Augen treibt. Als dann noch Sophie Zelmani ihr Dreamer hauchte, war es um mich geschehen! Wenn der Sound stimmt, dann entwickle ich mich immer zur Heulsuse und hab keine Ahnung warum. Geht euch das manchmal auch so? Ich bin super happy! Und dann kommt ein Song der mir ans Herz geht und wie wenn jemand auf den Knopf "Tränen" drückt, kriege ich feuchte Augen und es läuft mir den Rücken heiss und kalt hoch und runter. Naja =) tief im Herzen bin ich halt doch ein richtiges Weichei! =)))

So, nun wünsch ich Euch allen einen guten Wochenstart!

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Mittwoch, 27. August 2008

Reminder: Wir sehen uns an Jacqueline Gloor's Vernissage!

In meinem Beitrag "Es begann mit Ink on Skin" hatte ich Euch Jacqueline Gloor vorgestellt und auf Ihre Vernissage am Samstag, 30. August 2008 hingewiesen.

Nun möchte ich es natürlich nicht versäumen, Euch kurz vor der Vernissage nochmals auf die Autorin des schweizerdeutschen Kinderbuches "s' Grashüpferli" aufmerksam zu machen.

Ihre Werke in Acryl Mischtechnik sind schon seit dem 12. August in der Glatscharia und Creparia in Liestal zu bewundern. Die Ausstellung dauert noch bis zum Sonntag, 31. August.

Jacqueline wird sich riesig freuen, wenn Ihr zahlreich erscheint und ich persönlich finde, es lohnt sich!

Also nicht vergessen! Am Samstag ab 18 Uhr in der Glatscharia und Creparia in Liestal!

Ich werde auf jeden Fall dort sein und würde mich freuen den einen oder die andere Blogleserin dort zu treffen um sich auch mal offline auszutauschen!

Ein paar Links zum Thema:
Also, man sieht sich! =)

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Donnerstag, 21. August 2008

Max Vax ist Tot!



Erst gestern erfuren wir von Freunden vom Tod von Max Vax. Er verstarb am 22. Juli, 33-Jährig in Russland bei einem Autounfall zusammen mit seiner Mutter.

Max Vax war ein begnadeter Jazzpianist, der trotz seines jungen Alters, als Ausnahmetalent und aufgehender Stern am Jazzhimmel gehandelt wurde. Schon in jungen Jahren galt er in Russland als Wunderkind. In Deutschland dürfte er vor allem den Hannoveranern ein Begriff sein, komponierte er doch unter anderem die Warteschlaufenmusik der Telefonzentrale der Stadtverwaltung.

Vor Jahren hatten wir das Vergnügen und die Ehre Max persönlich kennenzulernen und ihn bei uns zu beherbergen. Max war nicht nur eine musikalische Ausnahmeerscheinung, sondern auch ein aussergewöhnlicher, charismatischer und liebenswürdiger Mensch! Wir schlossen ihn innert kürzester Zeit unvergesslich in unser Herz!

Als wir gestern von Freunden von seinem Tod erfuhren, konnten wir es einfach nicht glauben. Aber Max ist wirklich nicht mehr unter uns und das erfüllt uns mit tiefer Traurigkeit!

Max, auch wenn wir nur kurze Zeit zusammen verbringen konnten, so wirst Du trotzdem immer als lachender, scherzender und doch tiefsinniger und philosophischer Mensch und genialer Musiker in Erinnerung bleiben! Mit Deinem Sound hast Du uns und vielen Jazzfans wundervolle Momente geschenkt!

Vielen Dank für Alles und Ruhe in Frieden, Max Vax!

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Freitag, 15. August 2008

Warum bloggst Du? 6 + 2 Fragen

Stöckchen auf Gomera

Beim MC Winkel habe ich folgendes Stöckchen aufgehoben. Mein zweites so far. Nun denn:
  • Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?

    Mich faszinieren viele Themen und ich schreibe gerne. Eigentlich
    versuche ich mich schon lange daran, ein Buch zu schreiben. Aber dafür
    fehlt mir der Durchhaltewillen und die Geduld. Also dachte ich mir,
    schreibst Du halt einen Blog!

  • Hast du ein Lieblings-Weblog?

    Nein! Es gibt ein paar wenige Blogs, die lese ich täglich und die
    finde ich genial, aber ich könnte mich jetzt nicht für einen Lieblingsblog
    entscheiden! Dazu gehören im Moment: Tellerdreher und little-wombat, Chliitierchnübler, MC Winkel, erdgeschossrechts und Crosa's Facing my Life. Aber das ändert auch immer wieder

  • Welches Weblog hältst du für maßlos überschätzt?

    Woher soll ich wissen, wer welchen Blog wie einschätzt? Seltsame
    Frage...Nächste bitte:

  • Wenn du noch mal neu starten würdest, was würdest du ändern?

    Ich würde meinen Blog auf einer anderen Plattform einrichten. Die
    jetztige ist von den Möglichkeiten her etwas beschränkt.

  • Würdest du überhaupt noch mal anfangen?

    Hmmm...Ja doch, ich glaub schon!

  • Was ist der Lieblings-Beitrag im deinem Blog?

    Ohje, schon wieder für eins entscheiden? Da gibts mindestens 3:

    Die Crux mit dem Wort "Schwul"
    ,
    Liebe, Freiheit und ein kühles Bier
    Freud'und Leid - so nahe beieinander!
    , achja und
    Schwul zu sein bedarf es wenig
    sowie
    die Homosexualisierung der Gesellschaft

    Das wären dann schon 5... ;-) Aber entscheiden welcher mir am besten gefällt? Welcher gefällt Euch denn am besten?

  • Was versuchst Du mit dem Bloggen zu erreichen?

    Hauptsächlich möchte ich mich mitteilen. Manchmal auch ein Thema
    das mich ärgert loswerden und mich so entspannen :-) Und manchmal möchte
    ich auch zum nach- und mitdenken anregen, Diskussionen auslösen und
    vielleicht sogar ein bisschen provozieren. Es soll so eine Art intelligente
    Unterhaltung sein.

  • Hast Du mal von einem Blogger/einer Bloggerin geträumt?

    Nö, nicht dass ich wüsste.

So, und nun schmeisse ich das Stöckchen mal munter in die Runde! Wer mag?



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Freitag, 8. August 2008

Samstag mit Freunden

Man trifft mich wahrlich nicht oft in Zürich! Aber mindestens einmal im Jahr, mache ich dort die Nacht zum Tag. Bis jetzt haben wir erst 2 Streetparades verpasst, sonst waren wir immer mit dabei!

Auch dieses Jahr trifft man uns tagsüber in den Strassen Zürichs am shaken. Dieses Jahr sind wir als Golden Boys untwegs! Photos dazu gibts nächste Woche =)

Für mich gibts keinen schöneren Tag in Zürich als die Streetparade. Wenn langweiliges Grau von bunten Farben vertrieben wird, wenn Paradiesvögel die grauen Banker verdrängen und lächelnde Gesichter und ausgelassene Partystimmung die griesgrämige coolness aushebelt. Dann liebe ich Zürich!

Ich bin immer wieder selbst überrascht und erstaunt, wie es möglich ist, in der Schweiz - einem Land der Nörgler, Besserwisser, SVP'ler und anderen konservativen Kleinkarrierten, ein solches Fest zu feiern! Und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn das Partypeople Zürich aus den Angeln hebt!

Abends werden wir dann im Volkshaus anzutreffen sein, wo der Club Labyrinth eine big Party organisiert. Wer weiss, vielleicht sieht man sich?



Auf jeden Fall wünsche ich schon jetzt mal allen ein schönens Weekend! Let's Party!

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Montag, 4. August 2008

Es begann mit Ink on Skin

Sie ist einer dieser Menschen, die mich schon tatsächlich mein halbes Leben lang begleiten. Eine Frau, die mich tief beeindruckt und zu der ich tiefstes Vertrauen habe. Ohne dass es uns wohl wirklich bewusst ist, verbinden uns über 20 Jahre Vergangenheit und viele lustige und andere Erinnerungen.

Jacqueline ist jemand, den ich schwer beschreiben kann, denn Sie vereinigt viele Facetten in sich. Sie ist alleinerziehende Mutter von Sina und arbeitet in der gleichen Firma wie ich. Und sie ist seit jeher kreativ tätig. Lange Zeit inkte Sie selbst entworfene Tattoos unter die Haut der Leute. Auch mein Tattoo hat sie entworfen und gestochen.

Sie ist ein Mensch, der nicht stehen bleibt im Leben und so entwickelte sich auch Ihr kreatives Schaffen. Vor nicht allzulanger Zeit veröffentlichte Sie ihr erstes, selbst geschriebenes und selbst illustriertes, Kinderbuch "s' Grashüpferli". Und seit Jahren schon malt Sie Acrylbilder in Mischtechnik.

Auch ich besitze bereits 2 Bilder von Ihr und eins kann ich Euch garantieren: Es werden nicht die letzten Kunstwerke von Jacqueline sein, die unsere Wände zieren!

Nun beginnt bald Jacquelines aktuelle Ausstellung in der Glatscharia & Creparia in Liestal. Die Ausstellung dauert vom 12. August bis zum 31. Oktober 2008.

Die Vernissage ist am Samstag, 30. August 2008, ab 18 Uhr.

Ein paar Links zum Thema:
Mein persönlicher Tipp: Unbedingt kommen und jetzt noch ein Bild kaufen, solange die Preise noch erschwinglich sind!

Sonntag, 27. Juli 2008

Tom und Stoeps auf der Jagd nach Dr. X

Die Situation war angespannt und doch seltsam locker. In dem Wohnzimmer der Altbauwohnung, die derjenigen einer Kollegin glich, welche sie vor Jahren an der Weissensteinstrasse in Bern gemietet hatte, sassen 4 uns fremde Kerle im Wohnzimmer gegenüber und beäugten uns misstrauisch.

Wir, so kam es mir in meinem Traum vor, waren deren Gefangene. Wir waren nicht gefesselt, sassen auf einem zerschlissenen Sofa und 4 Augenpaare beobachteten jede Bewegung von uns. Uns war unwohl und doch war ich weit davon entfernt diese Situation einfach zu akzeptieren. Ich wollte hir raus!

Ich musste aufs Klo und das wurde mir auch gewährt. In dem kleinen Badezimmer gab es ein kleines Fenster, dass ich auch problemlos öffnen konnte und ein Blick ins Freie zeigte mir dass es ein leichtes wäre, hier auszusteigen und über ein angrenzendes Flachdach zu flüchten.

Aus dem Wohnzimmer hörte ich plötzlich den Fernseher dröhnen. Es schien ein Fussballspiel zu laufen und so öffnete ich die Badezimmertür einen kleinen Spalt um einen Blick in das Zimmer zu risikieren. Tom sass alleine auf dem alten 2er Sofa und die anderen 4 Entführer waren ganz auf das Spiel im Fernsehen konzentriert. Als Tom mich bemerkte, signalisierte ich ihm, zu mir ins Badezimmer zu kommen. Leise stand er vom Sofa auf und schlich sich zu mir. Keiner der vier Haudegen bemerkte etwas und so schlüpfte er durch die Tür und schloss diese mit einem leisen knacken.

Wir zwängten uns durch das kleine Badezimmerfenster und die Nacht schluckte uns. Der Vollmond warf ein gespenstisches Licht auf das grosse, nicht enden wollende Flachdach. Der Wind wehte seltsame Gerüche zu uns herüber und die Nacht war beinahe geräuschlos. Ich vernahm ein leichtes Rauschen, dass wie das entfernte Rollen von Meereswellen an einem flachen Strand klang. Wir liefen endlos auf diesem riesigen Dach umher um irgendwo eine Möglichkeit zu finden, davon herunter zu kommen und niemand schien uns zu folgen.

Da fanden wir plötzlich eine Art Feuerleiter, die an der Mauer des grossen Gebäudes nach unten führte und stiegen sogleich daran Richtung Freiheit. Doch die Leiter führt nur bis zum 3. Stock. Dort führte eine gläserne Tür ins Innere und zu unserem Erstaunen war diese Tür auch nicht abgeschlossen. Also gingen wir hinein.

Das Innere dieses Gebäudes sah aus wie ein Labor. Es umfing uns eine Mischung aus der Zentrale von CSI Miami und der Mondbasis Alpha 1. Etliche Räume, durch Glaswände getrennt reihten sich an einen langen Korridor und keine Menschenseele war auszumachen. Als wir etwa 10 Minuten lang durch den Korridor liefen, kamen wir an einem Raum vorbei, der aussah wie eine Schaltzentrale und sahen, dass dort ein rotes Licht blinkte. Darunter stand ALARM. Sofort kombinierte ich, dass dieses Gebäude und unsere Gefangennahme einen Zusammenhang haben musste und unser Entkommen also entdeckt wurde.

Wir liefen den langen Korridor weiter entlang und standen plötzlich in einer riesigen Halle. Am Boden sahen wir Modelle von futuristischen Städten oder Fabrikationsanlagen, die auf dem Wasser zu schwimmen schienen. Und plötzlich standen wir vor einem bärtigen Mann mit runder Nickelbrille und weissem Kittel.

Wir versuchten uns so unaufällig wie möglich zu verhalten und er schien unsere Anwesenheit auch nicht für seltsam zu halten. Wir nickten freundlich zum Gruss und gingen einfach an Ihm vorbei. Doch er sprach Tom an und wir blieben stehen. Ich habe nicht mitbekommen um was es in diesem Gespräch ging und schlich mich auf leisen Sohlen davon um einen Fluchtweg zu finden. Ich verliess die grosse Halle und stand in einem Treppenhaus. Unten hörte ich Stimmen, weshalb ich ein Stockwerk nach oben flüchtete und in einem Raum landete, wo einige Holzpaletten mit Gerümpel standen. Es schien sich um Hausrat zu handeln, denn da standen unter anderem Flaschen mit der Aufschrift "Schuhpolitur" und einem Zeichen, dass signalisierte, dass der Inhalt feuergefährlich sei. Da schoss mir plötzlich die Idee durch den Kopf Feuer zu legen um dann im folgenden Chaos unauffällig das Gebäude verlassen zu können. Ich schnappte mir so eine besagte Flasche, öffnete sie und verteilte den Inhalt auf den beladenen Paletten und auch darunter, weil diese ja aus Holz waren.

Doch dann hörte ich plötzlich Schritte! Ich erschrak und sah gerade einen uniformierten Wächter um die Ecke biegen. Er hatte mich noch nicht gesehen. Also warf ich mich hinter den Paletten auf den Boden und schaute unter ihnen hindurch um zu sehen, was der Uniformierte tat. Plötzlich legte auch er sich auf den Boden und schaute unter den Paletten durch, genau in meine Augen! Ich zückte mein Feuerzeug, zündete es an und ...

...erwachte!

So ein Mist! Gerade als es spannend wurde, wachte ich auf! Ich versuchte den Traum lebendig zu halten und wieder einzuschlafen, aber es gelang mir nicht!

Nun hoffe ich, dass ich vielleicht heute Nacht die Fortsetzung träume.

Ich erinnerte mich aber auch daran, dass ich den Anfang dieses Traumes schon einmal geträumt hatte. Nur konnten wir damals nicht aus dieser Altbauwohnung flüchten und der Traum endete damit, dass wir nach einigen erfolglosen Fluchtversuchen einfach aufgaben.

Dieses Mal gelang uns zumindest schon mal die Flucht aus der Wohnung und ich war innerlich überzeugt, dass die Geschichte ein gutes Ende nehmen würde. Was für ein fieser Cliffhänger in diesem Traum!

Nun ihr lieben Traumdeuter! Was wollte mir dieser Traum wohl sagen? Weshalb wurden wir überhaupt gefangen? Wem oder was waren wir auf die Schliche gekommen? Wer war Dr. X und brennt Schuhpolitur überhaupt? Und wie endete die Geschichte wohl? Fragen über Fragen, die mich heute beschäftigten, schon den halben Tag über.

Helft mir weiter und lasst Eurer Phantasie freien Lauf!

Donnerstag, 24. Juli 2008

Sommerpause

Endlich! Der Sommer ist zurück! Schon den ganzen Morgen bin ich am installieren eines PC's für einen neuen Mitarbeiter. Während den Wartezeiten bis endlich alle Windowsupdates runtergeladen sind, schweift mein Blick aus dem Fenster. Die Sonne fällt durch den Kastanienbaum vor der Firma und wirft romantische Schatten auf Rasenfläche vor meinem Fenster. Die nur noch schwache Brise wiegt die Blätter im Wind und Menschen mit entspanntem Gesichtsausdruck wandeln, ihre Hunde abscheissend Gassi führend, vor meinem Fenster vorbei. Die Gedanken schweifen ab... jetzt irgendwo im Grünen auf einer Decke liegen und die Seele baumeln lassen. Sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, ein Buch lesen, ein Eis essen, schlafen, es sich einfach gut gehen lassen.

Doch stattdessen sitze ich hier im Büro und warte bis wieder das XP Service Pack 3 installiert ist.

Aber eine kleine Pause in der Sonne lasse ich mir nicht nehmen! Schnell mal rausgesprungen, eine Ziggi geraucht und den Brustpelz in die Sonne gestreckt! Ach tut das gut!

Hoffentlich hält das schöne Wetter nun endlich mal länger, sonst wandere ich demnächst wirklich gegen Süden aus.

Schon gestern hat es mich nach draussen gezogen und ich habe über Mittag einen 1-stündigen Powerwalk am nahen Waldrand gemacht, das T-Shirt ausgezogen und mich von natürlichen UVA und UVB Strahlen die Vitamin D Produktion ankurbeln lassen.

Das Glück liegt oft im Kleinen - eben zum Beispiel in einer kurzen Pause an der Sonne!

In diesem Sinne - wünsche ich Euch allen, dass auch Ihr die Möglichkeit habt, ab und zu mal kurz den Kopf aus dem Büroalltag heraus strecken und eine Portion Sommer geniessen zu können!

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Mittwoch, 23. Juli 2008

Schwul zu sein bedarf es wenig...

Zum Kommentar von Honigbaerli in meinem Post Stoepsorama: Stoeps und Tom im TV
kamen mir einige Gedanken, die ich gerne in einem separaten Post mitteilen möchte:

Honigbaerli schreibt: ..schön das ihr euch so öffentlich zeigt..ist ja nicht so üblich unter uns!!

@honigbaerli und @alle: Naja, ich dachte die Zeiten, in denen wir uns verstecken müssen, sind vorbei? Zumindest hier in Mitteleuropa und speziell in der Schweiz, dem einzigen Land, dass per Volksabstimmung mit um die 60% Ja-Stimmen die registrierte Partnerschaft für Homosexuelle (was für ein klinisches Wort...) eingeführt hat. Für mich persönlich ist diese Zeit auch vorbei, ich glaube sogar, es gab sie gar nie. Wir leben ja auf dem Land in einem Dorf mit 470 Einwohnern und haben dort absolut keine Probleme. Das ist zwei Dörfer weiter als dort wo ich aufgewachsen bin. Man kennt mich hier. Und Probleme mit meinem Schwulsein hatte ich auch sonst nie, nachdem ich mein Coming-Out mit 18 hinter mich brachte. Hängt aber vielleicht genau mit meiner/unserer Offenheit zusammen? Naja, vielleicht auch mit meinem frechen Mundwerk und meiner Schlagfertigkeit. Und vielleicht auch mit der Tatsache, dass ich keine Wattebausch schmeissende Husche bin. Die haben's immer etwas schwerer, das gebe ich zu. Ich bin wer ich bin und das zeige ich auch. Und entsprechend bin ich für die Leute auch greifbar. Sich verstecken heisst auch lügen und wer akzeptiert schon gerne jemanden der lügt und nicht sich selber ist?

Seit ich 18 bin, weiss jeder der mich kennt das ich schwul bin. Und das ist auch gut so! ;-)

Und Schwul sein ist ja auch nix besonderes! Ich interessiere mich ja auch nicht dafür, ob mein Bankberater zu Hause gerne Gummiwindelspiele mit seiner Freundin treibt, oder mein Zahnarzt sich von seiner Frau auspeitschen lässt. Das ist jedem seine Privatsache. Und so ist es auch meine, dass ich halt einen Partner anstatt eine Partnerin habe. Aber ansonsten koche ich meinen Kaffee genauso mit Wasser.

Oft betrachten sich Schwule und Lesben als etwas ganz besonderes und bilden sich etwas darauf ein. Ich kenne auch ganze viele Leute die fast ausschliesslich in einem schwulen Kosmos, z.B. in Zürich leben. Da ist dann vom Arbeitgeber über den Nachbar, den Ladenbesitzer des Lebensmittelladens im Quartier, den Coiffeur, den Arzt, den Apotheker alles schwul. Da finden eigentlich sogar wirklich fast nur noch schwule Sozialkontakte statt. Ehrlich gesagt, das fühlt sich für mich etwas fremd an. Meine Definition von mir ist nicht, dass ich ein Schwuler bin. Ich bin Stoeps! Meine sexuelle Orientierung ist die, dass ich auf Kerle stehe. Aber damit hat es sich dann auch. Muss ich meine Lebensrealität und meinen Lebensstil wirklich auf meine sexuelle Orientierung ausrichten??? Ich finde das irgendwie komisch. Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Mit Stärken und Schwächen, mit Talenten und schwierigen Anteilen. Ich kann an der Gesellschaft genau so wertvolle Beiträge leisten und mitwirken am sozialen Leben.

Ich kenne Schwule, die verbringen fast ihre ganze Freizeit damit, sich sexuell auszuleben. Das fand ich mit 18 auch mal toll. Wurde mir aber bald zu langweilig und eintönig. Das Leben hat mehr zu bieten als das.

Vielleicht hängt es eben mit meiner Sicht der Dinge zusammen, dass ich mit meinem heterosexuellen Umfeld nie Probleme hatte. Wir sind uns nicht fremd! Wir teilen die gleichen Probleme, Sorgen und Nöte, weil wir alle Menschen sind. Und um wieder zum Anfang zurückzukommen, was unter der Bettdecke läuft, ist Privatsache.

Vielleicht ticke ich da auch einfach zu simpel und mache es mir zu einfach? Aber es klappt!

Deshalb habe ich auch kein Problem mich öffentlich zu zeigen! Und das wünsche ich auch allen anderen von "unserer Familie"! Schwul- oder lesbisch sein sollte nicht mehr oder weniger gewertet werden als blond- oder dunkelhaarig zu sein. Das wünsche ich mir. Aber das hängt eben auch von der eigenen Einstellung und dem eigenen Lebensstil ab.

In diesem Sinne - für mich ist absolut unwichtig ob jemand schwul, lesbisch, heti, bi, trans-, multi-, poly- oder metrosexuell ist. Sei einfach Dich selbst!

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Dienstag, 22. Juli 2008

Das Schicksal geht eigene Wege! Oder wie sich Tom und Stoeps vor über 11 Jahren kennenlernten

Stoeps und Tom auf unserer geliebten und vermissten Aprilia Capo Nord an einem CSD in Zürich

Damit auch die heterosexuellen LeserInnen unter Euch verstehen um was es geht, erst kurz ein Briefing zum Thema Rainbowflag: Hinten über dem Top-Case unseres Bikes seht ihr eine Regenbogenflagge. Dies ist das Erkennungszeichen der Homos untereinander. Die gibts als Flagge, Schmuckstück, T-Shirt-Motiv und auch als Sticker fürs Auto. Und so ein Sticker ist schuld daran, das Tom und ich uns kennenlernten. Und das kam so:

Es war einmal vor langer Zeit. Genauer gesagt im Frühjahr 1997 als Stoeps, das wär dann meine Wenigkeit (hinten auf dem Bike) nach New York reiste. Dort wo die Wiege der politischen und revolutionären Schwulenbewegung steht. In der Christopher-Street, wo sich in den späten 60er Jahre die Transen und Schwulen Handtäschchen schwingend und Pflastersteine werfend gegen die schwulenfeindliche Politik und Polizeiwillkür wehrten (daher der Christopher-Street-Day der im Andenken daran noch heute jährlich gefeiert wird), ist noch heute das schwule Herz vom Big Apple. Als Schwester vor dem Herrn sollte man diesen Wallfahrtsort mindestens einmal im Leben besucht haben :-) So tat auch ich es und kaufte da, in einem kleinen skurilen Shop einen besagten Rainbow Sticker für mein Auto. Zurück in der Schweiz klebte ich mir diesen dann auch, mit stolz geschwellter Heldenbrust, flugs hinten auf mein weisses Opel Kadett GSI 2L Cabrio. Gleich neben den "I love Töff" (Als Töff werden in der Schweiz die schweren Motorräder ab 125 Kubik bezeichnet) und neben einen grossen Kleber mit der Aufschrift "Riederalp" (wo ich im Winter immer zum Skifahren war).

Es war noch nicht so lange her, als ich mich von Herrn K. (Herr K. und das Leid - eine wahre Geschichte) getrennt hatte, als ich eines Morgens zu einem Kunden fuhr. Mal wieder viel zu spät dran, raste ich auf der Autobahn wie ein geölter Blitz Richtung Basel und ich kam richtig schnittig vorwärts. Doch dann blinkte ein paar Meter vor mir so ein dunkelgrün-metallicfarbener Toyota Corolla und versperrte mir die freie Durchfahrt. So musste ich von meinen 180 Sachen auf 140 runterbremsen (erlaubt waren 100....) und nervte mich gewaltig, denn der Kundentermin rückte immer näher! Und der Kerl vor mir machte nicht die geringsten Anstalten seine Kiste wieder auf die rechte Fahrspur zu schieben. So fluchte ich etwa 10 Minuten vor mich hin und wünschte der Schnecke vor mir die schlimmsten Sachen an den Hals - bis - ja bis - ich plötzlich bemerkte: Der hat ja auch einen Regenbogensticker am Arsch (vom Auto). Das liess mich wieder etwas runterkommen und so provozierte ich noch ein bisschen und fuhr dem Reissschüsselfahrer unanständig nahe hinten auf (wie könnt's auch anders sein ... immer von hinten ... *ggg*) und irgendwann wechselte er dann tatsächlich die Fahrspur, so dass ich überholen konnte.

Er sass ziemlich genervt am Lenkrad und würdigte mich keines Blickes, aber ich äugte nicht schlecht, als ich den äusserst leckeren Kerl da sah. Minuten lang fuhr ich auf gleicher Höhe und strahlte durch meine Autoscheibe gen rechts. Nix! Keine Reaktion. Also überholte ich und wechselte ebenfalls die Spur um ihm meinen Arsch (natürlich auch den vom Auto) mit dem Regenbogenkleber zu zeigen. Nun überholte er wieder und blinzelte frech zu mir rüber. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und mein Herz tat einen riesen Hüpfer.

Das Spiel wiederholte sich ein paar mal, bis wir dann in Basel angekommen an der gleichen Ampel, aber für verschiedene Richtungen eingespurt, zum stehen kamen. Und was jetzt? Wenn ich aussteige, schaltet die Ampel sicher gleich auf grün! Da sah ich, wie der Kerl da hinten etwas aus seinem Handschuhfach kramte, einen Stift zückte und meine Autonummer aufschrieb. Er deutete mir an, mich anzurufen! Ich nickte heftig, mit roten Ohren, nassen Händen und schlotternden Knien!

Am Abend blinke schon der AB und wieder klopfte mir das Herz bis zum Hals! Ich hob den Hörer und hörte die Message ab und brüllte gleich los: "Er ist es! Soo geil! Er ist es!" Sogleich rief ich zurück und wir verabredeten uns für einen Freitag Abend in Luzern. Der Abend dauerte bis Montag morgen und eigentlich, dauert er noch immer an!

Noch heute kriege ich von Zeit zu Zeit weiche Knie wenn ich meinen Tom anschaue und noch heute kribbelt es mich und noch immer kann ich lauthals und aus vollem Herzen sagen, ich liebe diesen Kerl! Und wie ich den liebe!

Dafür bin ich dem Schicksal dankbar! Wieviele Zufälle (an die ich schon mal gar nicht glaube) hat es gebraucht, dass wir uns begegnet sind? Was für ein Timing! Alles stimmte und so ist mir klar: Es musste einfach sein! Wir sind für einander bestimmt! Und das fühle ich tief in meinem Herzen. Selbst im grössten Streit, wenn mir gerade eine geworfene Kaffeetasse am Kopf vorbeisegelt (was zum Glück erst einmal passiert ist) weiss ich tief in mir drin: Egal was ist, er ist und bleibt es! Meine wahre, grosse Liebe!

Tom, Du alter Haudegen, Du Schnuffeltiger, Du Bär, Du ... du... du ach einfach alles: Ich liebe Dich!

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Donnerstag, 17. Juli 2008

Der harte Aufprall

Bild auf flickr geklaut bei Awaya-Legends

Ach wie schön waren doch die beiden Wochen! Aufstehen ohne Wecker - einfach wenn man von selbst erwacht ist, in den Tag leben - ohne Termine, Telefone, Anfragen und Stress. Essen wenn man Lust und Hunger hatte. Das Tempo selber bestimmen. Den eigenen Gedanken nachhängen. In der Sonne liegen und ein Buch lesen. Sich von den Wellen im Meer wiegen lassen. Nackt sein. Wohl sein. Sich selber sein.

Und dann?

Ein Wettermässiges Disaster zu Hause. Die Rückkehr aus dem Paradies in die Sinflut. Der krasse Aufprall in der Realität nach dem Urlaub. Nervendes Telefongeklingel, Wecker die einem aus den Träumen reissen, Tagträume im Zaum halten, ununterbrochen angelabbert werden, immer Auskunft geben müssen.

Nein, nein. Nicht das hier der falsche Eindruck entsteht. Ich liebe meinen Job! Die Branche ist toll, die Kunden cool und ich bin stolz auf mein Team dem ich hoffentlich ein guter Leader bin.

Trotzdem fällt es schwer, nach zwei Wochen uneingeschränktem "bei-sich-selber-und-fast-nur-mit-sich-sein" wieder in den lauten, schnellen und fordernden Fluss zu tauchen, den das Arbeitsleben mit sich bringt.

So viel habe ich mir vorgenommen und nun? Chnübli und little-wombat bin ich noch einen Terminvorschlag schuldig (mache ich heute Abend! Muss mich noch mit meinem Schatz terminlich koordinieren...) und im Geschäft stapeln sich die Pendenzen aus den letzten beiden Wochen und wollen abgearbeitet werden.

Tja, eine Schweizer Langstreckenläuferin meinte mal, angesprochen darauf woher sie die Kraft für die langen Distanzen nehme: Gring ache u seckle! Was auf gut Schriftdeutsch soviel heisst wie Kopf runter und durch! So werd' ich jetzt also nicht mit dem Kopf voran ins Meer springen, sondern in einen See voller Arbeit.

Platsch! Und die Realiät hat mich wieder!

@little-wombat: Sorry! Sind gesund wieder daheim und alles ist gut! Nur eben - es war eine etwas harte Landung, nach den perfekten und wunderschönen 2 Wochen!

@tom: Danke mein Lieber für diese wunderbare und schöne Zeit mit Dir! Ich geniesse es immer sehr, diese Tage in denen wir uns pur spüren und es ist einfach wunderschön, dass wir so harmonieren und uns so gut ergänzen! Ferien mit Dir sind einfach immer mega schön! Bist der beste Schatz den man sich wünschen kann! =)

In diesem Sinne - fühlt Euch umärmelt, liebe Blogleser/Innen. Wir sind wieder da! =)

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Samstag, 5. Juli 2008

Paradies auf Erden

Einsam, wild und schön! So lässt sich der Strandabschnitt am Besten beschreiben, den wir leider erst am zweitletzten Tag unserer Strandwoche gefunden haben.

Nackt, wie Gaia uns schuf, strecken wir uns in der Sonne, während das Meer immer höhere Wellen an das sandige Ufer rollt. Hier lässt es sich wahrlich leben!

Heute Abend fahren wir dann etwas weiter nach Süden, um noch eine Woche bei unseren Freunden in Ravi bei Gavorrano/Grosseto zu verbringen.

Noch eine Woche also, dann werden auch wir wieder aus dem Paradies vertrieben.

In diesem Sinne - geniessen wir das Jetzt und lassen die Zukunft Zukunft sein.

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Donnerstag, 3. Juli 2008

Einmal gratis Peeling bitte!

Das Lächeln am Strand ist heute echt gefährlich! Einmal kurz die Zähne gezeigt und weg ist der mühsam und liebevoll gepflegte Zahnschmelz. Der Wind bläst kräftig aus Süd-Südwest und trägt haufenweise Sand mit sich. Wer sich heute nicht abschrecken lässt und trotzdem am Strand liegt, wird sandgestrahlt!

Wir geniessen es trotzdem und lächeln einfach nicht oder nur mit dem Rücken zum Wind!

In diesem Sinne - Lueg zerscht wohär as dr Wind wäiht!

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Dienstag, 1. Juli 2008

Munteres Nationenraten am Strand

Immer wenn wir im Urlaub sind, machen wir uns einen Spass daraus zu erraten, woher die anderen Feriengäste stammen. Die Trefferquote ist dabei immer erstaunlich hoch, was einige Klisches zu bestätigen scheint.

Die Italiener sind am schnellsten zu erkennen. Entweder an ihren Kindern, die in zuckersüssen Kleidchen lautstark am Strand umhertollen. Die Erwachsenen erkennt man leicht an ihren d&g Sonnenbrillen, dem schönen braunen Teint und der niemals endenden Coolnes.

Die englischen Girls glänzen dafür mit hummerroten, total verbrannten Brüsten, die sie auch nach dem Abschälen der obersten 3 Hautschichten noch immer ungeschützt in die Sonne strecken.

Die Deutschen verraten sich durch ihre grenzenlos doofen Käppi und das Gespür für modische Trends aus der vorvorletzten Saison.
Dafür haben die Schweizer immer etwas zu motzen, sind modisch gesehen noch eine Saison hinter den Deutschen zurück geblieben und würden am liebsten noch den Strand desinfizieren.

Zum Glück gibt es genügend Platz am Strand und genügend Menschen, die den Klisches munter widersprechen!

In diesem Sinne - einmal mehr: Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

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Sonntag, 29. Juni 2008

Viva Espagna, Viva Italia

Italien hat uns wieder! Gerade haben wir unser erstes nastro azzuro, pizza con crema di tartuffo, einen café und einen grappa genossen und dabei den spaniern beim Gewinnen zugesehen. Viva espagna, Viva italia! Das Leben ist einfach wunderschön! Herzliche Feriengrüsse von der etruskischen Küste von stoeps und tom

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